Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rom in der Renaissance von Nikolaus V. bis auf Julius II.
Person:
Steinmann, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-306616
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-307666
Rom 
Renaissance. 
Links öffnet sich die Erde vor dem Z17achtgebot des von so viel Verdammung5: 
urteilen selbst im Innersten erschiitterten Patriarchen, und Datan und 21biram stürzen 
mit lautem Geschrei in die Tiefe hinab. 2lber über ihnen erscheinen auf Wolken 
wandelnd Eldad und Medad H. Mose U, V. 26J, die im Lager gewei5sagt haben 
und doch errettet werden, weil auch der Laie den Namen Gottes verkünden darf, 
ohne in die priesterlichen Rechte der Teviten einzugreifen. 
Wie das ReinigungSopfer des 2lu5sätzigen, wie PharaoS Untergang im roten 
Meere, so hat auch die Vernichtung der Rotte Korah eine bestimmt nachzuweisende 
Beziehung auf die Zeitgeschichte. Undrea Zamometic, der Erzbischof von Krain, 
5ixtinisshe 
Kapelle. 
5ignorelli. 
Luca 
Das 
Testament 
Moses. 
hatte Ich, in seiner Erwartung, Kardinal zu werden, getäuscht, eben zu der Zeit 
gegen Sixtus lV. aufgelehnt, als dieser auch von äußeren Feinden bedrängt wurde. 
Ja, er war so weit gegangen, in Basel gegen den Papst ein K0nzil zu berufen und 
Francesco von Savona einen Sohn des Teufels zu nennen. Gegen solche Un: 
maßung wendet Reh die dräuende Jnschrift oben über dem Constantinsbogen: 
,Niemand masze sich die Rechte des 217oses und des 2lron ans und die Vernichtung 
der Rotte Korah, die Steinigung des Fluchers verherrlichen den glänzenden Triumph 
über das aufgelöste Konzil und seinen unglücklichen 2lnstifter, der sich im Kerker 
selbst den Tod gegeben haben soll. Die Sorge des Papstes für Rom und seine 
grosZartige Bauthätigkeit, seine politischen und kirchenpolitischen Erfolge, kurz, die 
glorreichsten Züge und Ereignisse seiner Regierung haben im .Freskencyklus der 
Sistina ein höchst seltsames Denkmal gefunden. Aber wie kann es uns überraschen, 
dort 2lnspielungen auf die Zeitgeschichte zu finden, wo die Zeitgenossen selbst so 
zahlreich austreten, wo es fast in jedem Fresko, von Porträtgestalten wimmeltP
        

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