Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Dogenpalast
Person:
Ruskin, John
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-303377
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-304216
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gelten, und Giotto stellt ihr deßhalb als Laster die 
Unbeständigkeit gegenüber, die er als ein Weib in 
losem Gewande darstellt, die von einer rollenden 
Kugel fällt. 
Dritte S ei te. Streit; hält ihren Finger in 
die Höhe, doch bedarf es der Inschrift darüber, um 
uns den Sinn zu erklären :iDiscordia sum, Djss 
cordanss:. In der Renaissance:Kopie ist sie eine de: 
miithige nonnenähnliche Person mit einem Schleier. 
Sie ist die Atä des Spenser: .,Mutter des Zankes0, 
die er im vierten Buch so beschreibt: 
Ihr AntliH war höchst schal und widerwärtig, 
Die Augen schielten nach verkehrten Seiten, 
Gemein und ekelhast sah aus der Mund, 
Der übervoll von Gift und Galle war, 
Auch war gespalten ihre Lügenzunge, 
Es sprach und stritt mit Geifer jeder Theil; 
Entztveit wie ihre Zunge war ihr Herz, 
Das stets getheilt sich nie an eine Sache hielt. 
Vierte Seite. Geduld. Eine weibliche Figur 
mit sehr ausdrucksvollen, reizenden Zügen, mit einer 
Kopfbedeckung, die Rechte auf der Brust, die Linke 
ausgestreckt, überschrieben: s:Patientia manet mecumsi. 
Sie ist eine der Haupttugenden in allen christlichen 
Lehrsysten1en, eine mannhafte Tugend bei Spenser, 
der sie zum Arzt im Hause der Gottesfurcht macht. 
Das ihr gegenüberstehende Laster ist die Ungeduld, 
eine der Hexen, die den Anführer fleischlicher Gelüste 
begleitet, die andere ist die Hinfälligkeit.
        

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