Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Dogenpalast
Person:
Ruskin, John
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-303377
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-303944
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Nicht Einer, so erzählt Sanuto, der den Wünschen 
des Dogen zu widersprechen gewagt hätte oder es zu 
thun begehrte, und n1an beschloß einstimmig, die 
tausend Dukaten dem Bau zuzuwenden. ,,Man ging 
1nit.Fleiß und Sorgfalt an die Arbeit und begann 
den Palast in der Form, in der wir ihn jeht sehen; 
doch nicht lange nachher, wie er voraussagte, starb 
Mocenigo, und nicht nur, daß er die Arbeit nicht zu 
Ende geführt sah, er sah kaum den Ansang.sI 
Einige Ausdrücke aus obigem Zitat für sich genom: 
meu, könnten Einen veranlassen zu vermuthen, daß 
man den ganzen Palast niedergerissen und wieder 
aufgebaut habe. Man muß sich jedoch vergegenwär: 
tigen, daß damals der seit einem Jahrhundert im 
Bau begrifsene neue Rathssaal thatsächlich noch unvol: 
lendet war. Noch hatte der Senat nicht darin getagt 
. . . Man wird Sauutos Art sich auszudrücken ganz 
natürlich finden, wenn man bedenkt, daß, wiewohl 
wir vom ganzen Bau als dem ,,DogenpalastU sprechen, 
er im Geiste der Venezianer aus vier bestimmten 
Gebäuden bestand: aus dem Palaste, den Staatsge: 
sängnisseu, dem SenatssHaus und den öffentlichen 
Amtszimmern . . . ,,Jl Palazzo0 war die Wohnung 
des Dogen, welche samt den öffentlichen Amtszimmern 
Moeenigo Vorschlag niederzureißen und neu aufzu: 
bauen; was auch geschah. 
Den neuen Rathssaal jedoch, der die ganze Meeress
        

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