Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Dogenpalast
Person:
Ruskin, John
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-303377
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-303911
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einen nothwendigeu Anbau bilden, sollte nicht den 
Umbau des alten Theils erforderlich machen. Der 
erschöpfte Staatsschatz nnd die Wolken am politischen 
Horizont hätten es als höchst unklng erscheinen lassen, 
solche gewaltige Mehransgaben einem solchen Plan 
zuzuwenden. Der Senat, der sich selber nicht traute 
und sich gegen die Schwäche der eigenen Begeisterung 
schüHen wollte, beschloß, wie ein Mensch, der aus 
Angst vor einer starken Versuchung seine Gedanken 
vom Punkte der Gefahr abhalten möchte, daß man 
den alten Palast nicht nur nicht aufbauen, sondern 
daß Niemand den Vorschlag hierzu einbringen dürfe. 
Der Wunsch dazu war zu groß, um darüber leiden: 
schaftlos zu debattiren, nnd der Senat wußte, daß 
ein solcher Vorschlag, einmal gestellt, auch angenommen 
werden würde. 
Der Erlaß verbot, daß unter einer Strafe von 
tausend Dukaten Niemand vom Umbau des alten 
Palastes sprechen dürfe. Man hatte die Begeisterung 
dafür zu niedrig veranschlagt. Es gab einen Senator, 
den der Verlust dieser Summe nicht davon abhalten 
konnte, vorzuschlagen, was ihm förderlich für den 
Staat dünkte. 
Eine Feuersbrunst, die im Jahre 1419 stattfand, 
und die Markuskirche und einen Theil der Piazetta: 
Fassade des alten Palastes beschädigte, gab eine ge: 
wisse Entschuldigung dafür, daß man einen solchen
        

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