Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Dogenpalast
Person:
Ruskin, John
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-303377
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-305222
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Glücklicherweise klären uns die Bilder des Gentile 
Bellini auf über die Freskomalereien der gothischen 
Paläste, wie sie noch zu seiner Zeit bestanden haben; 
freilich nicht mit strenger Akkuratesse, aber klar 
genug, um sie noch mit den kolorierten Bnchminia: 
tnren und Glasmalereien vergleichen zu können, um 
uns so zu Vergegenwärtigen, was sie.gewesen sein 
müssen. 
Die Mauern waren gewöhnlich mit Feldern von 
sehr warmen Tönen, einem röthlichen Braun ausgeschacht, 
das sich dem Scharlach näherte, worauf sich mehr oder 
weniger Weiß, Schwarz nnd Grau abhob, wie wir 
es noch in dem einzigen, vollkommen erhaltenen, in 
Marmor ausgeführten Exempel an der Fassade des 
Dogenpalastes sehen können. Dies jedoch war, durch die 
Natur seiner Materialien, ein seltsam einfaches Bei: 
spiel; der Untergrund ist weiß; er wird von blaßrothen 
Doppelstreifen durchkreuzt, und in der Mitte eines 
jeden Vierecks ist ein Kreuz, abwechselnd schwarz mit 
einem rothen Centrum und roth mit einem schwarzen 
Centrum, da wo sich die Arme kreuzen. Hingegen würde 
der Untergrund bei l1emalten Flächen selbstverständlich 
ein so mannigfach komplizierter sein, wie bei Mann: 
skripten. Jch kenne jedoch nur ein noch vorhaudenes 
Muster an der Casa Sagredo, wo man auf einigen 
Fragmenten Strick noch einen sehr alten ausgeschachteten 
Hintergrund nachweisen kann, zusamn1engeseht aus
        

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