Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Dogenpalast
Person:
Ruskin, John
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-303377
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-305180
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chenbar g, aber ich schreibe ihn nieder, damit der 
Leser dabei verweile, weil ich lange den Glauben ge: 
hegt habe und ich den ganzen zweiten Band der 
ieM0dern Painters:is deßhalb geschrieben habe, um zu 
beweisen, daß alles von der Gottheit Geschaffene, was 
äußerlich dem menschlichen Schönheitssinn Freude ge: 
währt, eine ideelle Form der Natur und der Gesetze 
Gottes vorstellt; noch ist irgend eines von seinen Ge: 
setzen in einem Sinne erhabener als die Bestimmung, 
wonach die schönste und vollkommenste Einheit dadurch 
gewonnen wird, daß man eine Natur mit der andern 
zusammensaßt. Ich betrete hohen Grund, und dennoch 
kann ich dem Leser die Tragweite dieses Gesetzes nicht 
vollauf zeigen, ohne ihn so hoch en1porzuheben, und 
ich thue es gerade deßhalb, weil das GeseH ein so 
weitreichendes und ehrfurchterregendes ist und die 
kleinsten Dinge beherrscht; es giebt keine Farbenader 
auf dem winzigsten Blatte, das sich im Friihlingswinde 
auf den Fluren entfaltet, die uns nicht eine Bestimm: 
ung vor Augen brächte, der zufolge die Erde und 
ihre Geschöpfe fortdauern und erlöst werden. 
Es ist ganz nnd gar unbegreiflich, bis man die 
Sache eingehend geprüft hat, wie die Natur Licht 
nnd Schatten immerzu nach diesem GeseHe vertheilt, 
und wie durch die außergewöhnlichsten, scheinbar 
zufälligen Anpassungen, aber immer genau an der 
richtigen Stelle, sie es hinbringt: in das Dunkle Licht
        

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