Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Radirung
Person:
Roller, Josef
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-298041
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-299166
Die 
Salpctcriiinrc; 
11utcrsnshung 
des 
Pro3cutgchaltcs. 
Die Salpetersänre ist farblos, raucht an der Luft, ist sehr 
hygroskopisch, hat einen eigenthijmlichen schwachen Geruch, wirkt 
außerordentlich äHend und erzeugt auf der Haut bei kurz an: 
dauernder Einwirkung gelbliche Flecke, bei längerer schmerzhafte 
tiefe Wunden; sie färbt sich an der Luft gelb, und erwärmt 
sich ins der Mischnng mit Wasser mäßig. 
Auf Metalle wirkt sie kräftig oxydirend und heißt auch 
Scheidewasser, weil sie Silber und Kupfer löst, Gold aber nicht. 
Die gewöhnliche, in1 Handel vorkommende Salpeter: 
säure, vorausgesetzt, daß dieselbe nur unbedeutende Spuren 
von Fremdbestandtheilen enthält, hat in l00 Volumtheileu 
40s420s0 chemisch reine Siiure. Man n11tersucht ihren 
Gehalt an wasserfreier Säure mittelst des Beaum67schen 
Aräo1neters für Flüssigkeiten, welche, wie die Salpeter: 
sänre, schwerer als Wasser sind. DiesessJnstrumeut giebt 
das specifische Gewicht und.den Prozentgehalt. an reiner 
Säure an. Schon gebranchte Säure enthält Theilchen von 
salpetersaurem Kupferoxyd und kann demnach auf diese 
Weise nicht geprüft werden. Will man den Prozentgehalt 
der Sänre prüfen, so gießt man dieselbe in einen entsprechend 
hohen Glaseylinder, das sogenannte Probirglas und beobachtet 
dann, wie tief das Instrument beim Schwimmen in die 
Flüssigkeit eintaucht. An der betreffenden Marke liest man 
dann die Zahl ab; an einer Seite des Instrumentes jene 
des Prozentgehaltes und auf jener Scala, welche auf 
der entgegengeseHten Seite verzeichnet ist, die Maßzahl des 
speeisischen Gewichtes. Den Aetzkünstler interessirt 
selbstverständlich nur die erstere.    
Obgleich die oben erwähnten Verunreinigungen, mit 
Ausnahme der Schwefelsäure, dem Aet,3en auf Kupfer, nicht
        

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