Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Radirung
Person:
Roller, Josef
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-298041
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-298459
Z 
So einfach die ganze Technik nach dieser DAkfkEsk11U9 
erscheint,s so mannigfache Rücksicht erfordert das Gelingen 
der Arbeit und so vielfältig sind auch die anderen, unter: 
geordneteren Reactionsmittel, deren Einwirkung die Platte 
ausgesetzt werden kann. 
Beziehungen 
beider 
Hanptopcrationcu. 
Aus dem Gesagten folgt, daß der Schlußeffect der 
Arbeit von den Beziehungen der beiden Hauptoperationen 
des Radirens und Aetzens zueinander abhängig ist, weshalb 
bei beiden dieselbe Hand und derselbe Sinn 
thätig sein muß; es geht nicht an, daß der 
Künstler nur die Radirung und eine andere 
Person, etwa ein Cheiniker, das Aet;,en.be: 
sorgt. 
Zur besseren Erkenntnis; der Abhängigkeit beider Ver: 
richtungeu von einander diene die folgende nähere Betrachtung 
derselben. 
Die Radirnadeln sind an den Spitzen mitunter kegel: 
föV1Uig, meistens aber kantig, und zwar fünfkantig zuge: 
schliffen, da sie in dieser Form zur Durchschneidung der 
Firnißschicht am geeignetsten sind. Jm Allgemeinen wird 
nun ein schwächerer Stift feinere, ein stärkerer Stift kräftigere 
sStriche ergeben, doch ist der Effekt auch von der Größe des 
Neiguugswinkels der zugeschliffenen Flächen abhängig. 
Folglich ist klar, daß unter Umständen ein schwacher, stumpf 
abgearbeiteter Stift breitete Striche hervorrufen könne, als 
ein stärkerer, aber schlank zugespit;.ter. 
Die Intensität des Striches hängt auch davon ab, ob 
man mit der Spitze des Stiftess nur den Firniß durch: 
schneidet und so das Kupfer einfach bloßlegt oder ob man 
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