Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Radirung
Person:
Roller, Josef
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-298041
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-299533
M itteltö U e her ausnehmen, indem man die betreffen: 
de11 Stellen mit dem Polirftahle glättet; diese Manii 
pulation gelingt ohne besondere Mühe, da das Kupfer 
doch nur sehr leicht angegriffen E 
 Das Mit.tel des Abschleifens wendet man auch an, 
wenn einzelne Flächen zu stark geätzt wurden, besonders in 
feineren Partien; doch .ist hierzu viel Geduld erforderlich. 
Für Stellen von geringer Ausdehnung und für einzelne 
Striche, welche in ihrer allzusehr hervorstechenden Wirkung 
abgeschivächt werden sollen, wendet man den Polirstahl an: 
Polirstahl. 
Der Polirstahl ist ein Werkzeug, welches in den 
Werkstätten unserer Metallarbeiter, insbesondere in jenen der 
Uhrn1acher stets zu finden ist. Der Polirstahl der Kupfer: 
stecher ist im Querschnitte nie ganz rund, sondern oval 
a b g eplattet und nur von mäßiger Größe. Die sogenannte 
Polirnadel der Uhrmacher und Juweliere ist nur feiner in 
den Verhältnissen, sonst aber ganz so geformt wie jener. 
Derselbe ist aus dem härtesten und besten Stahl erzeugt und 
läuft nach oben eng zu. Die Arbeitsflächen des Stahles 
müssen selbstverständlich aufs feinste polirt sein u11d in diesem 
Zustande der absoluten Reinheit auch. stets erhalten werden; 
er wirkt durch den einfachen Druck, durch welchen das 
Kupfer ausgebreitet, die Striche daher etwas verengt oder 
ganz zusannnengedriickt werden. Feine Striche lassen sich 
durch den Stahl ganz leicht entfernen; derselbe wirkt hier auf 
ähnliche Weise wie ein Radirmittel auf Papier; breitere und 
tiefer geäHte Striche werden in ihrer Wirkung nach dem 
Drucke nur abgeschwächt, indem der Stahl die scharfen Ränder 
der Strichsurche abrundet. Je steiler der Angriffswinkel des 
Polirstahles ist, desto kräftiger wirkt derselbe.
        

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