Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Technik der Radirung
Person:
Roller, Josef
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-298041
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-299228
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IV 
Ae15ung. 
DIE 
Beispiel 
über 
die 
Zeitdauer 
einzelner 
Thciliitznngcn. 
Ueber die Zeitdauer der einzelnen Theilätz,ungens 
läßt sich im Allgemeinen keine feste Regel aufstellen, da 
dieselbe je nach dem darzustellenden Gegenstande oder richtiger 
nach dem Tone der einzelnen Flächen selbstverständlich eine 
verschiedene sein wird; auch wird die Expositionszeit je nach 
der Stärke des AetHwassers 2c. variiren. Ein specielles Bei: 
spiel möge die nöthigen Anhaltspunkte bieten. 
Gesetzt den Fall, man hätte eine schon fertig vorradirte 
Platte zu äHen. Bei dieser erscheinen in der Regel vier 
Hauptflächen, welche sich durch Tonverschiedenheit deutlich 
trennen lassen, und zwar die Luft, die Hintergrundpartien, 
der Mittel: und der Vordergrund. Wäre die Luft etwa 
mit zwei Nadeln von verschiedenem Feiuheitsgrade radirt 
worden, so wird bei Anwendung einer Säure von 17 bis 
180,t0 und bei einer mäßigen Lufttetnperatur von 16 bis 
l70 R. in der Zeit von 25 bis 30 Minuten in der Regel 
ein befriedigendes Resultat erreicht werden. Nach Ablauf 
dieser Zeit wird die Platte aus dem Bade gehoben, durch 
reichliches Uebergießen mit Wasser die Säure aus den 
Furchen der Striche entfernt, die Platte auf gewöhnliche 
Art getrocknet nnd dann die ganze Fläche der Luft mit 
flüssigem Firniß gedeckt; vorausgesetzt, daß nicht gar zu 
feine und zahlreiche Details der Zeichnung in die Luft 
hineinragen, welche mit vieler Mühe nnd Zeitaufwand aus:  
gespart werden müßten. Das Verfahren, das man in diesem 
Falle beobachtet, ist bereits früher erörtert worden. 
Wenn die anderen Gründe keine auffallende Ton: 
differenz zeigen, so dürften die weiteren Phasen in gleicher 
Zeitdauer von je 30 Minuten auszuführen sein. Nur für 
besonders kräftige Stellen des Vordergrundes gebe man noch
        

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