Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit.
Person:
Raumer, Friedrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-290565
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3865188
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Einnahm9n 
der 
stit.tsl1erren. 
Erzbiskhöfe. 
gnügen1. Kein zum Bischof Erwcihlter sollte seine Pfründe 
behalten, und so das Verbotene Einziehen von Stiftsstellen 
herbeiführen T. 
Der Chorherr durfte über die Einnahmen des Jahres, in 
welchem er starb, nach Belieben schalten; hatte er es aber 
unterlassen, so wurden nur feine beweglichen Güter zur Be: 
zCIhkUng seiner Schulden verwandt, und die übrigen Jah: 
reseinkünfte fielen an die KircheD. 3uweilen vermachte der 
Stiftsherr dieselben dem Kapitel, unter der Bedingung, 
daß man .für ihn desto mehr Seelenmessen lese4; oder es 
ward festgesetzt: daß die Pfründe nach Ablauf des Gna: 
denjahres, so wie bei anderweiter Erledigüng, zum Besten 
der .Kirrhe, ein Jahr lang unbesetzt bleiben solle5. Die 
einstweilige Verwaltung erledigter Pfründen stand gewöhn: 
lich dem ganzen Kapitel, nicht dem Propste allein zu S. 
Von 
den 
Erzb.ischöfCUi 
Der Erzbischof war der nächste Obere der, zu seiner 
Landschaft gehörigen, Bischisfe7. Er sollte ihre Tüchtigkeit 
prüfen, sie weihen, ihre Sprengel bereisen, in gewissen Fest: 
ten Berufungen von ihren Aussprükhen annehmen, sie zu: 
reehtweisen, gegen weltliche 2Cngriffe unterstützen u. A. in. 
Schon hieraus ergiebt sich, daß dies Verhältniß den BE: 
fchöfen bald vortheilhaft, bald nachtheilig erschien, und daß 
in lehtem Falle höhere geistliche oder weltliche Hülfe ge: 
sucht wurde. Einerseits mußte man es für nothwendig hat: 
ten, mehre Bischöfe einer gleichen Aufsicht zu unterwerfen, 
l Ekfukt. cbkon. S. Petkin. zu l233. 
J Inn0o. lll epist. VII, 25; I, l9I. 
I Wijkc1tw. subsid. I, l69, 375; lX, 406.s Mimei op. t1ipl. ll, 96l. 
C Wükc1tw. suhsid. IX, 89. 
S Mikaeus Ill, 89. 
S So war es wenigstens in Mainz. Joaanis sckipt. I, 536. 
T In Deutschland waren um 1l20 sechs Erzbisthümcr cMainz, Triet, 
Köln, Magdeburg, Bremen, SalzburgJ und fünf1u1ddrcißfg Bischöfe. 
Das Nähere bei Stenzel l, 736.
        

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