Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit.
Person:
Raumer, Friedrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-290565
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3870560
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Philosophie. 
und das Guteizu erreichen; sie erlauben jedoch Abänderun: 
gen und Verschiedenheiten, nach Maaßgabe der Zeiten und 
Völker. Nur sollen jene nicht leichtsinnig nnd nur dann 
vorgenommen werden, wenn wahrer und allgemeiner Ge: 
winn daraus hervorgeht I. 
Nachdem Thomas hierauf eine Entwickelung und Beitr: 
theilung dass gefammtenE alttestamentarischen Gesetzgebung 
gegeben hat,Ufcihrt er fort: 
Das Gesetz des neuen Bundes ist hauptscichlich die 
Gnade des heiligen Geistes, eingeschrieben in die Herzen 
der Glciubigen; ncichstdem CsecunclarieJ aber das geschrie: 
bene Geseh, welches das enthält, was zur Gnade vokbe: 
reitetsund sich auf ihren Gebrauch bezieht. Nicht was ge: 
schrieben stehet, rechtfertigt den Menschen, sondern dies 
thut die Gnade des heiligen Geistes. Das neue Gesetz des 
heiligen Geistes konnte erst eintreten, nachdem Christus die 
Sünde hinweggenommen hatte; es wird, als vollkommen, 
dauern bis ans Ende der Welt E. Im alten Bunde sind 
die Gesetze des neuen Bandes bildlich, Verdeckt vorhanden, 
etwa wie der Baum im Samen. Das alte Gesetz ist hör: 
ter als das neue durch die Menge äußerer Vorschriften; 
das neue strenger durch die Forderung der Beherrschung 
aller Gemüthsbewegungcn. Das neHuetGesetz ist7das der 
wahren FreiheitHund führt am sicherflen und schnellsten zu: 
ewigen Seligkeit. Durch natürliche Kräfte kann der Mensch 
natürliche Wahrheiten erkennen, Gutes erkennen und voll. 
bringen; aber es fehlt ihm die höchste Triebfeder alles Hans 
delns in höchster Verklärung, das heißt die Liebe; auch 
kann er ohne Gottes Gnade das ewige Lebensnicht ver: 
dienen, oder erwerben, oder den durch die Sünde erlittenen. 
Verlust ersehen I.  
In der zweiten Hälfte des zweiten Theiles handelt 
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