Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit.
Person:
Raumer, Friedrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-290565
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3864880
22 
tBigcl1ofgwal1lcn. 
gar nicht an diese Zusätze, und nahm z. B. im Jahre l157 
den Stift8herren und den angesehensten Diensimcinnern der 
mainzer Kirche das Versprechen ab: keine Wahl vorzuneh: 
men, wenn er nicht dabei gegenwärtig sey I. Wäre er 
aber auch nicht gegenwärtig gewesen, einem solchen Kaiser 
standen genug andere Mittel zu Gebote, seine Ansichten und 
Wünsche geltend zu machen. Er verfuhr indeß hiebei ge: 
mäßigt und verständig. Als der Graf Theodor von Flan: 
dem ihn bat, er möge seinem Sohn zum Bisthume von 
Kambrai verhelfen, antwortete er: ,,Gott ist mein Zeuge, 
daß ich es aus Liebe zu euch bereits würde gethan haben, 
wenn ich nicht fürchtete der Kirche Unrecht zu thun, deren 
Wahlsreiheit ich immer unangetasiet erhielt W Den dortigen 
in Streit gerathenen Stistsherren empfiehlt er im Jahre 
1167: Jemanden zu wählen, der zum Dienste der Kirche 
und des Reiches brauchbar, in göttlichen und menschlichen 
Rechten wohl unterrichtet, durch Würde und gute Sitten 
ausgezeichnet sey. Wenn sie aber, nach so langem Zanke, 
binnen sechs Wochen nicht wählten, so werde er ihnen, ver: 
möge der Rechte des Reiches und mit Rath der Fürsten, 
einen tauglichen Bischof sehen. Ja in seinen späteren Jah: 
ten klagte Friedrich I, und wie es. scheint nicht ohne Grund: 
daß die bischöflichen Stellen sonst weit öfter durch Könige, 
als jetzt durch Stiftsherren wären mit tüchtigen Männern 
versehen worden Z. Er erklärte, die Belehnung müsse der 
Weihe vorhergehen. 
Heinrich VI behauptete, ihm stehe bei einer zwisiigcn 
Wahl nicht bloß das Recht der Entscheidung, sondern auch 
das Recht zu, selbst einen Dritten zu ernennen E. Und dies 
I Nisi c:o11silio entom ipse metiius is1t.okcssei.. Doc1ccbiu. 
I Nisi injurism ecclesiae ikrogste timercmus , cujus libektatea. elccs 
tioniS semper il1ibatdm conSekvavimus. Bouquet sckipt. XVl,694,695. 
Z Gesdh. der Hohen1k. Bd. Il, S. 32si. Sachsenspiegel lIl, 59, 2. 
Bouquet snkipc. XV, 694. Luc1wig ke1iq. H, 447. 
4 Athen 394. 2lehnIi6hes wird schon von Friedrich l behauptet. 
Manlii ehren. C0nst. 745.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.