Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit.
Person:
Raumer, Friedrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-290565
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3868528
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kleben 
und 
Gebräukhe 
in 
den 
Klöstern. 
den sie nicht einzeln in ihren Zellen I, sondern in einer all: 
gemeinen Krankeniiube uerpflegt. 
Die Betten waren sehr einfache und in Clairvaur 
z. B. mit Buchenblcittern gefüllt. Nie sollten zwei Mönche 
oder zwei Nonnen in Einem Bette schlafen3. 
Die Fragen über die Kleidern gen wurden mit großem 
Eifer behandelt, und wenn Klöster und Orden Ich hie: 
bei in die O.uere kamen, so entstand heftiger, selbfi bis zu 
päpstlicher Entscheidung hinangetriebener Streit C Das 
Recht der Erfindung, des ungefiörten Besitzes, der Vorzug 
größerer Heiligkeit und Entsagung, wurde gegenseitig get: 
tend gemacht. s2ln den Kleidern konnte man Orden, Ah. 
theilung, Würde u. s. f. so erkennen, wie Regimenter und 
Officiere in unseren Tagen. Nur daß man sich jetzt in 
Pracht, Farben, Stickerei u. dergl. überbietet, während 
damals Armuth, Entsagung, Einfachheit sich auch in der 
Kleidung überall zeigen sollten. Viele Kirchengeseize, welche 
den Gebrauch bunter Zeuge, kostbarer Pelze, goldener Ringe 
u. dergl. gar oft untersagen, beweisen jedoch, daß es nicht 
an Uebertretungen jener Grundsähe fehlte. Die Borfchrif2 
ten erfireckten sich über alle Theile der Bedeckung, von den 
Füßen bis zum Kopfe: hcirene Hemden zog man in siren: 
gen Orden auf den bloßen Leib, und wer dies nicht ertra: 
gen konnte, sollte grobe, ungefcirbte wollene Kleider tragen. 
Hcinfene und leinene Hemden9 und Kleider galten schon für 
üppig und wurden öfter verboten als erlaubt. Es durfte 
den Papiien nicht zu geringfügig erscheinen, Kleiderord: 
nungenV für einzelne Klöster zu beficitigen, ,und fefizu; 
l Im1oc. III epist. V, 12. 
: Gall. Nisus. ehren. zu lll5. 
I Concil. coll. Xl1l, 829, no. 21 und 833, no. 2. 
J Baluzii misce1l. I, 215. COIIcZl. XII, 1372, l495. Thomas 
111, Z, c. 4I. 
Z Leinene Hemden werden verboten, Innoc. III ep1st. V, 82. 
S Kleidcrordnung für Baucouleurs, lnnoc. M epist. Vll, As. 
Tl1omassin.
        

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