Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit.
Person:
Raumer, Friedrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-290565
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3866325
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steuerkreil1eit. 
jede Besteuerung vermeiden konnten, so drangen sie mit ver: 
sicirkten Gründen darauf: daß jene wenigstens nicht nach 
bloßer Willkür, oder nach Grundsrihen eintrete, wobei sie 
stärker als alle Uebrigen angezogen würden. Jeder Mitzah: 
lende, dies behaupteten sie ganz den damaligen Ansichten 
gemäß, müsse gehört werden, mitrathen und mitberoilligen. 
Noch günstiger sprach sich die lateranische Kirchenversamm: 
lang von 1179 ausI, wonach der geistliche Stand nur im 
Falle gemeinen Bedürsnisses und nach eigener Bewilligung 
angezogen werden sollte. Hieran reihte sich aber unmittel: 
bar Streit über die Frage: ob ein solcher Nothsiand Vor: 
handen sey, oder nieht2 Gern überließen die Geistlichen 
dem Papste die letzte Entscheidung, der sich ihrer am ern: 
stesten annahm und annehrnens konnte; und auch die Laien 
durften ihm jenes Recht nicht füglich verweigern, ohne in 
doppelt schwere Handel zu gerathen und ungünstige Urtheile 
zu veranlassen. Die Hoffnung Mancher: auf dem neuen 
Grunde jener Kirchenschlüsse und der pcipstlichen Hülfe von 
allen Steuern frei zu werden, täuschte jedoch sehr; denn 
allmählich verlangte der Papst die meisten und drückendsien 
Steuern für sich, oder er vertrug sieh auch mit den Keins; 
gen über die Summen, welche sie der Geistlichkeit abneh: 
men und unter einander theilen rvollten2. Gegen eine solche 
Vereinigung der weltlichen und geistlichen Oberen, zur Be: 
fchatzung ihrer Untergebenen, gab es keine Hülfe; doch über; 
zeugten sich die letzten, es seh gerathener zu allem Billigen 
t Eichyocn II, 858. Planke IV, 2, 175.219. Somit. xn1, 
427. is 12Z3 schrieb Gregor IX an den Judex Tuctita11us in Sack 
          
et. peditum exigeto, equos occupake etc. Regesta Jahr V1l, Ukk, 
l6lg162.  Das GeseH Kaiser Friedrichs ll vom Jahre l220 den: 
teten die Päpike so, daß die Geistlichen von allen Abgaben und aller 
westlichen GeriehtSbarkeit frei seyn sollten. Der König von Böhmen 
und feine Barone mußten eidlith angeloben, diesen Wiegen nqthzuleben. 
Rogesta IsIonokii lll, Jahr V, Mk. Stil u. 304. 
D Tl1omassin. III, l, c. 4lss45.
        

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