Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit.
Person:
Raumer, Friedrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-290565
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3865611
iBiscl1öfe , 
Klöster 
und 
k1itterorden. 
95 
Pfarrer einsetzen, in gewissen bürgerlichen und peinlichen 
Sachen richten I. Sie verlangten Gehorsam für ihre geist: 
lichen Anordnungen, 2lnerkenntniß ihres Baums, Theil: 
nahme an den von ihnen ausgeschriebenen kirchlichen Ver: 
sammlungen u. s. w. Allmcihlich, und insbesondere seitdem 
die Klöster durch Errichtung der großen Genossenschaften 
oder .Kongregationen ihre Macht und ihren Zusammenhang 
verdoppelt hatten, widersprachen sie fast allen diesen Punk: 
ten und fanden in der Regel Hülfe bei den Pcipsten, welche 
es gerathen fanden die Klöster unmittelbar unter ihre Auf: 
ficht zu nehmen, oder diese durch. Klosterobere üben zu 
lassen. Die .Bischöse, außer Stande ihre früheren Rechte 
zu erhalten, waren oft zufrieden wenn nur ihre bisherigen 
Einnahmen gesichert wurden; und die Klöster gaben mehre 
Male lieber ein Billiges, damit die feindliche Stellung ein 
Ende nehme. Nur das Firmeln, Weiden der Altare, Be: 
reiten des heiligen OeleS und ähnliche Ehrenrechte wurden 
den Bischöfen nicht bestritten; in pcipstlichen Freibriefen aber 
oft festgesetzt, das Kloster könne sich, im Falle der Sprengel: 
bischof Schwierigkeiten erhebe, an einen anderen wenden. 
Auch Pfarrer wurden nicht selten von Klöstern, ohne 
Rücksicht auf den Bischof, angesiellt2; und seitdem man 
im Allgemeinen zugegeben hatte, daß Mönche kirchliche 
Verrichtungen übernehmen könnten, blieben nicht viele Gründe 
des Einspruches übrig.  
ed 
Von 
dem 
Verhältnisse der 
Ritterorden. 
Viscjöfe 
zu 
den 
Die großen Orden der Templer, Johanniter und deut; 
sehn; Ritter suchten für sich und ihre Besit3ungen eben so 
vom bisch6flichen EinflUsse frei zu werden wie die Klöster, 
1Dies Alles verlangte der Bischof zu Melan von einem Kloster, 
erhielt aber bei Gregor lX Unrecht, und begnügte sich mit einem Zinse 
in Getrcidc. Regesta Gkeg. IX, Jahr 1V, 66 u. 85. 
I Concil. Xll, 9l3, 9J37, no. 3, C.
        

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