Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit.
Person:
Raumer, Friedrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-283733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-288887
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seidrnwrberrirn. 
Verbreitete sich dies, aus Konsiantinopel dahin verpflanzte 
Gewerbe, auch nach anderen Stcidten, z.B. nach Bologna, 
Florenz und Berona I. In dieser Stadt wurden viele Vers 
sthriften über die beste Behandlung der Seidenwürmer und 
Seidenwebereien erlassen, und eine obrigkeitliche Person zur 
Aufsicht angestellt. Man begnügte sich übrigens nicht mit 
dem Weben leichter und schwerer Zeuge in allen Farben; 
sondern verstand auch mehre Farben mit einander zu ver: 
binden, Muster einzuwirken, ja Pflanzen, Thiere, Menschen 
und ganze Geslhichten wurden bildlich dargestellt; obgleich 
nicht ganz deutlich ist, inwieweit man Sticken und Malen 
damit verband und vielleicht den Unvollkommenheiten der 
Weberei abhalf9. Gewiß wurden Goldsäden und Perlen: 
schnürte bisweilen aufgenciht, eingestickt und eingewirkt. 
Mancbes dieser Art kam aus Griechenland, z. B. Tapeten 
mit eingewebten Jagdhunden, welche der König von Ungern 
an Friedrich I schenkte3; Anderes ward aber ohne Zweifel 
im Abendlande gefertigt, und die englischen Goldborten4 
waren bereits in der Mitte des dreizehnten Jahrhunderts so 
vortkeffliQ,i daß sie J1mpeenz IV nach Italien kommen ließ. 
Im Liede der Nibelungen werden erwähnt3: Matratgen 
l GhiraktI. I, l39. Verci Trivig. I, l04.  
I Jnnocenz lll schenkte an Kirchen: p1uvia1a de candido examito 
gkanatibus et aakikkigiis c1eco11ter omatumz rega1e pim11um cum 
        
file et toalleam de operc ala1aannicoz paanua1 imaginibvus aukea 
tcxtuka, pstmum de setzt sure contextutu, vestem cum pavot1ibus 
s.akcis, palIium sericum cum leopakClis. Gestu up. Kreis. l45. 
Ludwig IX schenkte dem Chan der Mongolen: paaael1os hsbet1tes 
lovcta at subtilen bokdatmss.gi, in quc hokdIt,uks. tssntJ0kio sfüIa 
ca, quae Christus ja vorkam pro nobIs gesät, graut satis hope. 
stisSime exakata. Gui1. Nting. 350. Auen. de lo.uü. Papiao c. l3. 
StfckOkefeU erwähnt. Mukat. aotiq. Ital. II, 402, 
Z Arnald; links. III, 29. 
4 Aurifkisiae. Muth. Pius. 473. 
I Nibe1. Vers l422, 146l, l465, l609, l747, 2287, 2825.
        

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