Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit.
Person:
Raumer, Friedrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-283733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-288709
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Lcl;nreklJt. 
nicht selbst, sondern einer von den Beisitzern des Lehn: 
hofes. Deren sollten wenigstens sechs, ebenbürtig, fünf: 
undzwanzig Jahre alt und Vasallen desselben Herrn, oder 
des höheren Lehnshcrrn sehnt. Ihnen ward Czur Aufruhr: 
haltung der WahrheitJ bisweilen urkundlich erlaubt, Zeugniß 
wider den Lehnshcrrn abzugeben T. Trug das Lehn jährlich 
kein Pfund Landgeld, oder hielt es keine halbe Hufe, so 
fand deshalb weder ein Lehngericht statt, noch hatte der In: 
habet daselbst Sitz und Stimme. In diesem entschied die 
Mehrheit der Stimmen; man durfte indeß binnen gesetzlicher 
Frist an den höheren Lehnsherrn berufen3. Kein Lehngericht 
ward innerhalb geschlofTener Wände, oder nach Sonnenun2 
tergang gehegt. An dem Tage wo der Vasall dem Herrn 
den Steigbügel gehalten, ein Geschenk gemacht oder sonst 
einen Dienst geleistet hatte, brauchte er nicht im Lehnhofe 
zu erscheinen. Vor dem achtzehnten Jahre konnte man da: 
selbst kein Zeugniß ablegen; sonst durfte es in der Regel 
Niemand verweigern, weder der Herr gegen den Vasallen, 
noch umgekehrt, noch der Verwandte gegen den Verwandten4. 
Mit zwei Zeugen führte der Lehnsherr Beweis über eine 
Versdhuldung auf welche Strafe stand; sieben Zeugen und 
ein mit zwanzig Personen beset3ter Lehnhof waren ersordek2 
lieh, um auf den Verlust des Lehns zu. erkennen i. War 
die Zahl der Zeugen für und wider den Vasallen gleich, so 
überwogen jene. In älteren, nicht in späteren, Zeiten ver: 
I Richtsk. Lehnr. 9. Sieben Beij7ser. Schwäb. Lehnr. 603 zwölf 
VEkfkHEk. 8f1, 94. Merkwürdig ist folgende Stelle aus einer Urkunde 
König Heinvich8svsn l222: ja jene koac1ali oFvnis miItisksrialiS sen. 
Gratian acquo judioake potesc makes fesuc1ls Nobi1iua1 et MZnistg. 
kialiu1a, exoeptis kamen seut1is Pkiacipuss. Lüaig cod. ll , Ukk. 3I, 
Mikaei op. c1ip1. I, Mk. 95. 
I Wigand Archiv ll, 336. 
Z Schwäb. Lehnr. 133. 
4 Ebmdas. 23, 24, 38.  
Z Ebendc:s. 44, 50, 70, 93. Sächs. Sehnt 29.
        

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