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war ganz der venetianischen nachgebildet: der große, aus
allen venetianifchen und kretensisehen Edeln gebildete Rath
leitete die Geschäfte, und ernannte nicht bloß Venetianer,
sondern auch .Kretenser zu öffentlichen Aen1tern. Nur die
Wahl des kandianifchen Dosen, seiner beiden Räthe tuid
einiger höheren Befehlshaber hatte sich das Mutterland vor:
behalten; so wie diesem überhaupt die obere Leitung des
Ganzen verblieb. :
Unter dem großen Dosen Heinrich Dandolo sammelte
und ordnete man wahrscheinlich zum vierten Male die vene:
tianischen Gesetze I; die fünfte Durchsicht und Vervollstiin:
disung erfolgte ums Jahr 1242 durch vier dazu besonders
ernannte Männer, unter dem Degen Jakob Tiepolo. Ihre
neue Sammlung ward von dem Dosen, denRathen und
der Volksversammlung cpub1icas ooncione1 gebilligt. Das
erste Buch handelte von Kinder: und Klöstern, von Ver:
kauf, Zertheilung und Behandlung der geistlichen Güter;
woraus sieh schließen läßt, daß die weltlichen Gerichtedar:
auf noch Einfluß hatten. Das zweite Buch enthielt die
Gerichtsordnung und die Lehre von der Beweisführung.
Das dritte handelte von Minderjährigen und Blödsinnigen,
das vierte vom Erbrechte, das fünfte von Verbrechen und
Strafen. Die letzten waren sehr streng, im. Ganzen hatte
man sich indeß an das römische Recht angeschlossen.
37. V.erona. Verona, an einem Haupteinsange aus
Deutschland und Italien belegen, war oft dem überwiesen:
den Einslusse der Deutschen ausgesetzt; doch bildete sich im
zwölften Jahrhunderte das System der konsularischen Ver:
waltung aus, und schon im Jahre 1178 und 1179 ist von
einem fremden Podesia die Rede E. Er ward jedesmal drei
Monate vor dem Ende des laufenden Amtsjahres von achtzig
I Tcat.oki il, 3z V, 296. Dsndolo 353. Foscati11i S.
2 catapsgt1ola Eber jutis. cakIi lI, 577. Makkei Verein il1us
ktkata ll, 42. Foscakini della lettekatuko. Venesiatm 10. ZCIIICUs.
Ein Glossar zu ca1apngt1o1a hat C1usliai de pack comtshtitI6.