Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit.
Person:
Raumer, Friedrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-283733
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-285507
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Landtage. 
Eben so Hand seit: kein .Bisthum solle, nicht einmal 
von dem eigenen Bifchofe, in LehnsabhängZgkeit gegeben 
werden1. 
Zu jederHVeräußerung von Reichsgut war die Zu: 
siimtnung der Stände erfokderlich2; Tausch und Kauf von 
Lönderseien, Lsehnsübergabe an Geistliche U. dergl. bestätigte 
feht oft der König; eingezogene Güter von Geächteten fie: 
ten nicht ihm, sondern dem Reiche anheim3. Doch be: 
stimmte und entschied das Staatsinteresse nicht minder oft, 
als das Staatsreeht.  
Von 
den 
Landtagen. 
Die Rechte, welche den Fürsten gegen ihre Untergebe: 
neu zustanden, sind um so schwieriger zu bestimmen, als 
diese in gar viele Klassen und Abstufungen zersielen, die 
Verhältnisse weder in den einzelnen Landschaften, noch un; 
ter größeren und kleineren, weltlichen und geistlichen Fürs 
sten ganz gleich waren; und endlich, während der hohen. 
stausischen Zeit, die tnannichfae1zste Entrvicketung eintrat und 
keineswegs ein unbewegliche: Zustand fortdauerte. Selbst 
die am meisten begünstigten Fürsten gewannen sehe noch 
nicht die volle Landeshoheit4; und so wie sie zum Kü2 
nige und zum Reiche in einem 2cbheingigkeitsVerhältnisse 
waren und blieben, so auch nach unten in Bezug auf ihre 
I Meicl1e1b. hist. Frising. II, I, 7.  
I Lüuig cost. II, urk. l. Sachsen Ill. l0683 IV, 882. Hund 
tasttop. 11, Its. Skhtieffes Uns. II; I3. ssss I204 entsagen die 
Malaspina bei Uebcvg4be von Gütern ou Gei1UiFhe consuetuc1it1i, quocI 
engsten vol msrohionss non c1ebecmt its ten Dass slismuuio distras 
bete. March aatiq. list. I, l77. 
Z DodechIt1 zu ll25. 
4 Stunde Nebenst. VI, 225. Rudhardt Geschichte der Landftände 
l, l8. Die Landeshoheit entwickelte sich allmählich und zeigte einen In: 
begriff versä;iedenartiger Rechte, z. B. ans kaiferliä;m Berleshungen, 
LchnsDienii und schuQhorrliche Rechte u. s. w. Das ariikokratisrhe Eies 
meist überflügelte das monardhisä;e. 
        

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