Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit.
Person:
Raumer, Friedrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-276453
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-278343
Die 
Ml1igengierkriege. 
149 
in die Hände zu fallen.U Hierauf wurde der Graf von 12t1, 
neuem gebannt I, und der Krieg mit so abscheulicher Grau: 
samkeit weiter geführt, daß man die 2llbigenser schonten: 
weise versiümmelte und blendete, ja sogar dann verbrannte, 
wenn sie bereit waren ihre Jrrthümer abzuschwören. Viel: 
leicht Cso sprach manJ thaten sie dies nur aus Furcht, und 
immer könnte ihnen das irdische Feuer statt des Fcgefeuers 
dienenl Viele sprangen.aber freiwillig in die Flammen, um 
ihren Eifer zu bekräftigen und die Mtirtyrerkrone zu erlan: 
gen.  Natürlich fehlte es bei so sreVelhaften, unchrist: 
lichen Maaßregeln der Kreuzfahrer auch nicht an grausamer 
Vergeltung2, und Gesetze, welche der Graf von Montfort 
im November 1212 erließ, führten so wenig zur Herstellung 1212, 
der kirchlichen und weltlichen Ordnung, als erneute, gleich 
unbillige Verhandlungen zu einer Aussöhnung. Nur der 
Papst hatte nicht alle :Besonnenheit und Miißigungsver: 
loren, sondern schrieb dem Grafen von Montfort und seinem 
Gesandten dem ehemaligen Cisiertienserabt 2lrnold, jetzigen: 
Erzbischose von Narbonne3: ,,ob man gleich das faule 
Fleisch wegschneiden soll, damit das gesunde unangestekkt 
bleibe; so, muß doch der Heilende dabei vorsichtig und be;  
dcichtig Verfahren, damit er jenes nicht zugleich Verlelze, 
Deshalb ist Graf Raimund allerdings verpflichtet sich von 
dem Verdachte des Mordes und der Ket;;serei zu reinigen, 
sobald ein genügender 2lnklciger auftritt: wie wir aber, ehe 
er gehört und verurtheilt ist, ihm und seinen Kindern Cso 
wie ihr verlangtJ sein Land abnehmen und einem Anderen 
geben dürften, können wir nicht begreifen. Und dies um 
so weniger, weil dadurch der Schein entstehen würde, als s 
hätten wir uns nur aus Hinterlist jene sieben Schlösser 
 38. 
lI3. 
I lnnoc. epist. XIV, 36s 
ls17, 162. 
2 Albas. 4s5. Malvenda 
IIiStor. A1bsg. 2l, 37. 
Guil. do Podio 23. 
Donau 
Z cateI 256. 
c11csne V, 732. 
Das
        

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