Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit.
Person:
Raumer, Friedrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-269316
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-276368
IPhilippg 
Ermordung. 
667 
zur Zeit Friedrichs II erhielt er BegnadigungL Sein Bru: 
der Markgraf Heinrich wurde feierlich gerichtet, verweilte 
lange in fremden Ländern, besonders in Palciiiina, und be: 
kam nicht eher als nach siebzehn Jahren von jenem Kaiser 
die Erlaubniß, den Ueberresi seines Lebens in Deutschland 
zuzubringen. Seitdem nannte er sich in Urkunden auch 
wieder Markgraf von Jsirien2. Diese Thatsachen begrün; 
den die Annahme: daß beide zwar keineswegs Mörder, aber 
schwerlich ganz unschuldig bei der Ermordung gewesen sind, 
und nun fragt sich: was konnte diese Männer hiezu ver: 
mögen, da Otto von Meran, dessen Hochzeit mit seiner 
Nichte, Philipp so ehrenvoll an seinem Todestage seierte,s 
ihr Bruder war32 Woher diese Spaltung unter den Brit: 
dem, da der Bräutigam nirgends der Theilnahme beschul: 
digt wird2 Woher diese Tücke an dem Tage so ehrenvoller 
Auszeichnung ihres Hauses, so erfreulicher Gewißheit von 
Philipps unbefangenen und günstigem Sinnes Es liegt 
l208. 
Gertrud wurde vom Bau Benedikt ermordet, wie König Philipp. 
lcatoaa Historie. Hang. I, 734. Engel Gesch. v. Ung. I, 293.  
Busch. site. 127 sagt: Otto habe Soldaten des Bischofs und Mark 
grasen mit in den Palast geführt, Und sey nachher zu diesen gefloheu, 
wide ei; illi rei habiti sunt, tali de motd0; wogegen Kaiser Otto 
in einer Urkunde ganz einfach sagt: inteyfeetorea regte P11i1ippi 
Marohio k1istkiae und Otto von Wittcls3bach. Er giebt ihre Lehne 
an den Herzog von Baiern CLori Leöhrain Urk, Vll. 0kig.gue1f. 11l. 
pack. 33J, welcher sie aber bald nachher dem Patriarchen Fulcher 
von 2lquilesa überließ. Rahab 664. 
1 Im Jahre l214 oder l215. Jäck allgemeine Geschichte Bann 
bergs W. 
I .Huschberg, Wittelsbather 401. 
Z Noch ein Umstand verdient Erwähnung, der den Eiergang, man 
weiß nicht ob aufk1ärt, oder verdunkelt. Gertrud nämlich, welche 
Otto von Wittelsbach Anfangs heirathen wollte, war die Nichte des 
Bischofs Egbert und des Markgrafen, von ihrer Schwester der hei: 
ligen Hedwig. Gertrud ging später in ein Kloster. Albas. ZU U96. 
Thebesius V, 27z V1l, 35. 
        

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