Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit.
Person:
Raumer, Friedrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-269316
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-275294
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Gefangenschaft 
RicI1ards. 
1192.und jener von einem Oesierreicher erkannt, der Vor 2lkkon 
mit gefochten hatte I. Sogleich ließ der hievon benachrich: 
tigte Herzog das Haus umringen, trat in dem Augenblicke, 
als Richard noch an Widerstand dachte, selbst hinzu und 
sprach: ,,vergebens, König, verbirgst und verkleidest du dich, 
dein Gesicht macht dich kenntlich. Versuche nicht unbeson: 
nen der Uebern1acht zu widersiehen und bedenke, daß wir 
weniger deine Feinde, als vielmehr deine Retter sind: denn 
fielest du in die Hände der Freunde des Markgrafen von 
Montferrat, welche dirs überall nachstellen, wahrlich von 
tausend Leben würden sie dir nicht eines lassen.U s Auf 
diese Weise wurde Richard am 21sten December 1192 ge: 
fangen9 und an Hadamar Von Chunring zu anständiger 
Verwahrung in Dürrensiein bei Krems übergeben. 
1193. Sobald König Philipp August und Kaiser Heinrich hie, 
von hörten, waren beide sehr erfreut, der letzte aber be: 
 hauptete: kein Herzog dürfe einen König gefangen halten, 
dies Recht siehe nur dem Kaiser zu;  und so mußte 
Leopold von Oesierreich nach einem in Regensburg gefaßten 
Beschlusses cjedoch mit Vorbehalt seiner AnsprücheJ Richar: 
den an Heinrich ausliefern, der ihn nach Trifels bringen 
und äußerlich ehren, sonii aber sireng bewachen ließ. Der 
König, eine baldige Befreiung hoffend, Verlor den Muth 
nicht, sondern trieb Scherz mit seinen Wcichtern, machte 
sie trunken, oder erschreckte ne durch seine gewaltige Leibes: 
I Admont. chk. zu l193. Hemingf. 1l, 62. Rigord. 36. Richard 
sey schlafend in seinem Bette, durch Unvorfichtigkeit seines Dieners ge: 
fangen worden, sagt Abbas S. Petri in Borgo in spak1ce Script. 87. 
la vili hospitio per expI0ratores inventus et captus ab hutuinibus 
t1m:is Austriae. Ansbertus l14. Daß Richard freiwillig beschlossen 
habe, zum Herzoge Leopold zu reisen, um ihm reuige Genugthuung 
zu geben, wiverfpricht allen Beridhten und ist völlig unglaublich. 
2 Zwetlense chro11. recent. 53l. Alber. 395. 
Z Bkomtot1 l250. Gemeincr Chronik 287.  Henkicus festem: 
         
regnn3 I394.
        

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