Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit.
Person:
Raumer, Friedrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-269316
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-275236
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PkAIzgrak 
Konrad. 
Scgnks. 
n9.i.ErfahtUUg. milder und nachgiebiger geworden seyn. Und 
wirklich fand der jüngere Heinrich, welcher ihn durch seine 
Flucht so erzürnt hatte, bei persönlichem Erscheinen im 
Hoflager einen weit freundlicheren Empfang, als man er; 
wartet hatte: nur auf den Hauptantrag, daß der Kaiser 
Heinrich dem Löwen alle Länder nordwärts der Elbe lassen 
möge, antwortete jener niemals bestimmt; und so verftoß, 
bei der inneren Schwierigkeit der Sache, den anderweit 
dringenden Reichsgeschciften und der, wenigstens insgeheim 
noch fortdauernden Abneigung des Kaisers, ein Tag nach 
dem anderen, ohne daß Heinrich der jüngere seinem Ziele 
irgend näher gekommen wäre. Da ging ihm unerwartet 
ein Glücksstern auf, dessen milden Glanz wieder zu schauen 
er nie erwartet hatte. 
Dem Psalzgrafen Konrad, einem Bruder Kaiser Frie: 
drichs I, blieb von seinen Kindern nur eine Tochter Agnes 
am Leben, welche schon in frühester Jugend, nach freund: 
lichem Uebereinkommen der beiderseitigen Aeltern, jenem 
Heinrich, dem Sohne Heinrichs des Löwen, zugedacht ward. 
Als nun aber der Herzog bald darauf vom Kaiser Friedrich 
 absiel und die grimmige Fehde zwischen Hohenstaufen und 
Weisen wieder ausbrach, so zerrissen auch diese zarten 
Bande und Agnes wurde nicht bloß als reiche Erbtochter, 
sondern noch mehr darum von Rittern geehrt und von 
Fürsten geminnt, weil sie reich an Tugend und herrlich in 
Schönheit emporblühte. Auch König Philipp August von 
Frankreich bekam hievon Kunde, und hielt es in seiner da: 
maligen Stellung zu Richard Löwenherz für gerathen, sich 
mit dem Kaiser durch die Vermcihlung mit seiner nächsten 
Verwandtinn noch enger zu verbinden. Gern unterstülzte 
Heinrich Vl des Königs Antrag bei seinem Oheime Kon: 
rad, und da nun auch dieser beistimmte, so schien der Ehe 
kein Hinderniß mehr im Wege zu stehen. Aber Konrads 
Ciemahlinn Jrmengard, eine geborene GräHnn von Hennes 
berg, war dem Plane in der Stille abgeneigt, eilte zu 
ihrer Tochter und sprach, diese ersorschend: ,,ein ruhmvolles
        

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