Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit.
Person:
Raumer, Friedrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-269316
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-270751
l06 
Ronkaligche 
Beschlüsse. 
1158.Verhüten grcinzenloser Verwirrungen schlechthin nothwen: 
dige Erhöhung der königlichen Gewalt, die Beendigung 
wilder, rachsüchtiger Fehden, und die Unterwerfung des 
bisher ganz zuthtlosen Eigenwillens unter das Geseh:  
welches Alles die Jtaliener nicht unbedingt lciugnen konn: 
ten, aber in dem, durch harte ungewöhnliche Strafen aus: 
gezwungenen Frieden, auch die Vernichtung ihrer unab2 
hängigen fast landesherrlichen Befugnisse, nnd in der Rück: 
nahme der Hoheitsrechte einen Verlust alter, jährlich auf 
30,000 Pfund Silbers abgeschcitzter. Einnahme bedauer: 
ten E. Zwar schien man in HinNchts der legten den ge; 
schlichen Besihstand zu achten: aber der Rechtstitel kais 
serlicher Verleihungen, welchen die Deutschen allein aner; 
kannten, reichte nicht weit, und die unter schwachen Herr; 
schern eingetretene, eigenmcichtige Ritcknahme des, durch 
Eroberung ihnen einst Abgewonnenen, ja selbst die Ver: 
jährung wurde von den Lombarden wie ein Anrecht be: 
trachtet, das wichtiger und gültiger sey, als die :Beru: 
sung auf die Machtvollkommenheit der römischen oder deut: 
schen Kaiser. Sollte endlich die Anstellung aller obrig: 
keitlichen Personen vom Kaiser ausgehen, so bliebe dem 
Volke, in der sogenannten Beistimmung, nur eine leere 
Förmlsichkeit; sollte er dagegen Linie Andere deutetenJ bloß 
den ersten Richter ernennen 2,s so ließe sich voraussehen 
daß dieser mit den, verwaltenden Bürgermeistern häufig 
in Zwiespalt gerathen würde, woraus Anmaaßung, Härte 
und Erbitterung beider Theile fast nothwendig hervorge: 
hen müßten. 
So die Ansichten und Stimtnungen. Für den Augen: 
blick hatte indeß Friedrich seinen Zweck erreicht, Ordnung. 
und Gehorsam hergestellt, das italienische Reich wiederum 
begründet und den kaiserlichen Namen so verherrlicht, daß 
1 Bünau 94. 
I Feut1. Il, 57, verglichen mit 
Mal, IV, 68. Giulini 173, l77. 
Rades. 
5s 
Magst. 
snHTIs
        

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