Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit.
Person:
Raumer, Friedrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-262758
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-266545
Wahl 
Lotl1arg. 
327 
und den Schwaben; auf dem rechten Herzog Heinrich von 1125. 
Baiern, Markgraf Leopold von Oesierreich, und insbeson: 
dere Herzog Lothar mit den Sachsen. Auch zwei pcipstliche 
sGesandte und Suger, Abt von S. Denys, hatten sich ein: . 
gefunden: jene gewiß einverstanden mit Adalbert über die 
2lusschließung der Hohensiaufen, dieser wahrscheinlich um 
im Namen seines Königes zu demselben Zwecke hinzuwirken. 
Die Hauptfrage aber: wer zur Wahl des deutschen 
Königes berechtigt sey, sianty, weder urkundlich noch her: 
kömmlich fest. Einerscits konnten dieiniederen Lehnsman: 
neu behaupten: ihre Verpflichtung .dem Könige, über den 
Befehl jedes Afterlehnsherren hinaus, treu zu seyn, stelle 
sie in so unmittelbare Verbindung mit jenem, daß man 
auch ihnen unmittelbare Wahlrechte zugestehen müsse; an: 
dererseits lagses in der unaustilgbaren und achtungswerthen 
Natur der Dinge, daß der Mächtigere, der Herzog und 
Erzbischof hiebei mehr Rechte erhalte und ausübe als der 
bloße Ritter und Pfarrer; endlich konnten, im vorliegenden 
Falle, so viele tausend Gleichberechtigte unmöglich mit Weis:  
heit und Ordnung abstimmen. Hiezu kam des Erzbischofs 
2ldalbert nicht ungegründetesB.esorgniß: bei einer solchen 
Ausdehnung des Stimm: und Wahl:Rechtes, werde sich 
die, im Vergleich mit den Sachsen bedeutende Mehrzahl 
der Franken, Bessern undsSchwaben für die Hohenstaufen 
erklären und entweder auf der Stelle zur Nachgiebigkeitzwin: 
gen, oder, bei fortdauerndem Widersprüche, in gefährliche Feh: 
den verwickeln. Deshalb machte Adalbert den, mit großem 
Beifall aufgenommenen Vorschlag: daß man aus den vier 
Hauptvölkern der Sachsen, Franken, Baiern und Schwaben 
zehn Männer erkies en und ihnen das Wahlrecht übertragen solle E. 
l Decem ex singuljs Bawariae, sueviao, Frat1coniae , saxoniae 
pkovinciis prink:iFes consilio utiIiores pkoposuekunt, quorum eIoctioni 
        
both. 404. Doch läßt Ach die Stelle wohl noch besser auf vierzig 
Wäyler deuten, bei welcher Zahl jedes der vier Völker gleich viel 
Stimmen erhält, was bei zehn Wählern unmöglich ist.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.