Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Hohenstaufen und ihrer Zeit.
Person:
Raumer, Friedrich von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-262758
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-264262
Nicäas. 
1U1nlagerung 
99 
Lothringen, der Gras von Flanderns,E .der;Herzog von der t097. 
NormandiesundHugosder Große; auf der nördlichen Boe: 
cnund und Tankred; die mittagliche wurde für Raimunds 
Mannfchaft, welche noch nicht angelangt war, offeti7isgelaf: 
sent; und nur vom Abend her blieb den Belagerten freie 
Zufuhr über den See. Hingegen zeigte sich Mangel bei 
den Pilgekn, bis Boemund in Konstantinopel übers die An: 
fuhr von Lebensmitteln und die zu haltenden Märkte, das 
Erforderliche eingeleitet hatte. . 
Alexius, welcher Niccia sehr gern ohne Dazwischenkunst 
der Kreuzfahrer einnehmen wollte, ließ den Bewohnern durch 
Manuel Butumites verkünden: daß sie, im Falle der Erd: 
berung durch jene das SchreMrhiie zu befürchten, von ihm 
hingegen, ihrem ehemaligen Beherrscher, bei früherer Ueber: 
gabe die mildeste Behandlung zu erwarten hcitten2. sUnd fast 
war dem geschickten Griechensschcfn der Abschluß eines Ver: 
gleiches gelungen, als die Nachricht eintraf: Kilidsch Arslan 
eile zum Entsatze herbei. Da faßten die Einwohner neuen 
Muth, und jener mußte aus der Stadt entweichen. Zwei, 
als Pilger verkleidete Türken3, sollten um diese Zeit die 
Belagerten. von den Planen des Sultans genauer unterrich: 
ten: sie fuhren über den See zur Stadt, wurden aber bei 
unvorsichtiger Landung von den Christen erblickt, der eine 
erschosfen und der zweite gefangen. Den Tod sürshtend be: 
kannte dieser: Kilidsch Arslan werde am folgenden Nachmit: 
tage mit einer 2lbtheilung seines Heeres den Herzog von 
Lothtingen auf der Morgenseite angreifen, eine zweite Ab:   
theilung aber durch das südliche4, von den Pilgern nicht 
besetzte Those in die Stadt senden, und dann auf der mit: 
terncichtlichen Seite gegen Boemund hervorbrechen lassen. 
I Anna 245. Order. Vft. 728,  
Z Anna 242, 245. Sie sagt, man habe vorsäiz1ich die Gefahr einer 
fränkischen Eroberung übertriebenz das was nachher in Jerusalem ges 
schah, hätte Ich nickt übertreiben lassen.  
; wi1h.Tyk.667.    
4 Raim. de AgiI. l41. 
7 so:
        

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