Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Deutschen Freiheitskriege in den Jahren 1813 und 1814
Person:
Beitzke, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-257791
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-258737
Blücher 
bei Caub. 
61 
Dieser eröffnete nun den Schiffern den Plan des Rheinüber: 
gangs, und forderte sie auf, diesem patriotischen Unternehmen 
ihre ganze Kraft zu widmen. Auf der Stelle wurden mit 
ihnen die nöthigen Eintheilungen gemacht und die erforder: 
lichen Jnstructionen gegeben. Um ganz sicher zu sein, wurden 
die Schiffer noch mehrere Stunden in der Kirche zurückgehalten, 
bis es unmittelbar an das erste Uebersetzen von Truppen auf 
den Kähnen kam, die man sorgfältig alle am rechten Ufer ges 
sammelt und streng bewacht hatte. VI 
Die Vorhut des Corps von Yorck, die Brigade Hünerbein, 
9 Bataillone, 2 Jäger:Compagnien, 11 Escadrons und 16 Ge: 
schütze, stellte sich um Mitternacht dicht geschlossen in und hinter 
dem Flecken Caub im Thale von Weisel auf. Dahinter formirte 
sich in möglichst zusammengedrängten Säulen das Corps, zu: 
nächst der Vorhut die Brigade Steinmetz, dann die von Prinz 
Carl von Medklenburg, dann Horn, hierauf die Reserve:Reiterei 
Von Jürgaß, endlich die Reserve:Artillerie. Das Corps von 
Langeron sammelte sich in eng aufgeschlosfenen Marschsäulen 
dicht hinter dem Corps von Yorck. 
Gleich nach Mitternacht langten die russischen CLeinwand:J 
Pontons an, und es begann der Bau der Brücke dicht ober: 
halb Caub, nach der Pfalzburg zu. Um in jedem Fall den 
Bau decken zu können, wurde eine zwölfpfündige Batterie auf 
dem rechten Ufer des Caub:Baches und vier schwere Geschütze 
bei den Nuinen der alten Burg Gutensels aufgefahren. Zugleich 
wurde eine Compagnie ostpreus;ischer Jäger unten am Ufer 
aufgestellt, um an der schmalften Stelle das jenseitige Ufer be: 
streichen zu können. Die Nacht war sternenhell und kalt; 
unten am Flusse war es jedoch weniger hell, so daß man die 
an diesem Ufer geschehenen Bewegungen nicht bemerken konnte. 
Der Feind entdeckte nicht das Mindeste und eine vollkommene 
Stille ruhte auf dem Thal und auf dem Strome. 
Um halb drei Uhr Nachts waren die zu einer ersten 
Ueberfahrt mit Mühe zusammengebrachten Kähne bereit, und 
200 Füsiliere vom brandenburgischen Regiment, geführt vom 
Major Grafen von Brandenburg und vom Hauptmann von 
AFnauld, bestiegen dieselben. Die Ueberfahrt dauerte etwa eine 
Viertelstunde und die Landung geschah unterhalb der franzöfi: 
VI Vergl.: Der Rheinübergang des Feldmarschakls Blüthe; Mk 
der scJleßschen Armee bei Caub am 1. Januar 1814. Ein Neu1ThV3I 
blau aus der deutschen Geschichte vor 50 Jahren. Wiesbaden, Limbarth 
1863. S. 26 U. fg.
        

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