Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Deutschen Freiheitskriege in den Jahren 1813 und 1814
Person:
Beitzke, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-257791
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-258659
IEinmatfkh 
des 
Frankreich. 
in 
Heeres 
böhmisshe7I 
53 
Das Corps des Kronprinzen von Würtemberg und die russisch: 
preußischen Garden und Grenadiere, wobei sich auch die Mon: 
archen befanden, vollführten ihren Uebergang erst den 1. Ja: 
nuar, und zwar bei Märkt unterhalb Hüningen. In der 
Rheinebene zurück blieb nur das Corps von Wittgenstein, 
welches anfangs das Fort Kehl cStraßburg gegenüberJ ein: 
schloß, dann aber seit dem 1. Januar, den Rhein bei Setz 
Cgegenüber von RastadtJ überschreitend, direct ins Elsas; 
überging. 
Nicht weniger als 7 Corps und 2 leichte Divisionen dran: 
gen also, bei oder unweit Basel den Rhein überschreitend, in 
die Schweiz ein. Von diesen schwenkte das stärkste Corps, das 
von Wrede, 50,000 Mann, nach dem Uebergange bei Basel, in 
den Elsas; ein, belagerte die Festung Hüningen, und sollte sich, 
zwischen Jura und Vogesen hindurch, der Festung Böfort und 
mehrerer fester Punkte bemächtigen. Die übrigen setzten bei 
reinem Winterwetter ihren Marsch durch die Schweiz fort. Die 
leichte Division Bubna, den äußersten linken Flügel bildend, 
rückte bis Genf. Ihr zunächst im Aufmarsch kam die öfter: 
reichische Reserve unter Hessen:Homburg, dann die leichte Dis 
vision Liechtenstein und das Corps Colloredo, hierauf das Corps 
Alohs Liechtenstein, noch weiter rechts das Corps Gyulai, dann 
das des Kronprinzen von Würtemberg, endlich das von Wrede. 
Als große Heer:Reserve folgten dann in zweiter Linie die russisch: 
preußischen Garden und Grenadiere. 
Das böhmische Heer war hiernach auf einen sehr beträcht: 
liohen Raum vertheilt. Von Genf bis Basel sind 27 Meilen, 
und von Basel bis Selz und Weißenburg sind 22ss23 Meilen, 
fO, daß. die Frontlinie 50 deutsche Meilen einnahm. So zahl: 
WITH MS Heer auch war, eine so große Ausbreitung war un: 
gestraft nur gegen einen ganz unn1ächtigen Feind, wie gegen: 
wärtig Napoleon, möglich. 
Die Division Bubna erreichte über Freiburg und Laufanne 
Genf am 30. December. Die schwache französische Besat,3ung 
capitulirte gegen freien Abzug, und man erbeutete ein bedeu: 
tendes Kriegsmaterial und 147 Geschütze. General Bubna 
sandte Abtheilungen ins Walliser Thal, welche sich des großen 
Bernhard und des Simplon bemächtigten, ebenso nach Fort 
de l7Ecluse aus der Straße nach Lyon. Nachdem er 3000 
Mann in Gens gelassen, überstiegI er nördlich das Jura:Gebirge 
M Ver RkThtung von Gex Und Morey, und gelangte den 
5. Januar nach Poligny aus der Straße nach Dijon. DE Das 
ganze HEer eine Rechtsschwenkung machen mußte, Um das
        

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