Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Deutschen Freiheitskriege in den Jahren 1813 und 1814
Person:
Beitzke, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-257791
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-262637
Krieges. 
des 
Ergebnis 
451 
wir bemerkten, es habe Deutschland sich niemals genug der 
geistigen und materiellen Einwirkung des Auslandes erwehren 
können. 
Jn der Urzeit kamidie Einwirkung von Süden her durch 
die Römer, die, wenn sie uns auch nicht überwältigen konnten, 
ihre Heere doch. mehrmals mitten in Deutschland hinein führten 
und, zurückgeschlagen, lange Zeit einen bedeutenden Einfluß aus 
uns äußerten, indem sie uns beständig entzweiten und uns noch, 
ihre Gesetze und ihre Sprache vermachten. Nach der Völker: 
wanderung übten diesen Einfluß von Westen her die Franken, 
ursprünglich unsere eigenen Stammgenossen. Jn ihrem weiten 
Reiche war Deutschland nur ein abhängiges Gebiet; in seinem 
Innern konnte keine selbstständige Kraft sich aufrichten, die den 
Kern einer allgemeinen nationalen Macht gebildet hätte. Später 
konnte uns ein wenig zahlreiches Volk, die Ungarn, von Osten 
her bedrängen und schimpflich ausrauben. Als daraus Deutsch: 
land ein eigenes Reich wurde und die Deutschen unter drei 
gewaltigen Kaisergeschlechtern, wie sie kein Volk aufzuweisen hat, 
drei Jahrhunderte hindurch ihren Namen auf der ganzen Welt 
hochgefürchtet gemacht hatten, erlagen wir, abermals von Süden 
her, diesmal der geistigen Einwirkung des italienischen Prie: 
sters zu Rom. , Mit der Hohenstaufen Sturz vollbrachte er 
unsere politische Zertrümmerung und seitdem haben wir uns 
nie wieder als Gesammtvolk in Glorie erhoben.  Hierauf, 
nach dem Emporkommen der Vasallen zu unabhängigen Herren, 
bei der Ohnmacht der kaiferlichen Gewalt, ein beständiges krampf: 
haftes Wühlen in den eigenen Eingeweiden bei thätiger Ein: 
mischung der geistlichen Gewalt Roms; dann Abfall ganzer 
Länder3J: dann ungescheute Verbindung deutscher Fürsten mit 
dem Auslande zu anti:deutschen Zwecken und thätige Eingrisse 
des Auslandes; vermehrte innere, verwüstende, meist aus der 
Losreißung von Rom entstandene Kriege. Endlich Abreißung 
ganzer Provinzen, vermehrte Bündnisse deutscher Fürsten mit 
dem Auslande, Abfall von mehr als der Hälfte des Landes, 
wüthender Kampf Deutscher gegen Deutsche und völliger Unter: 
gang.  Kein Volk in Europa, welches nicht zeitweise seine 
starke Und thatsächliihe Einwirkung aus Deutschland gehabt 
hätte: Don Süden die Römer und der römische Papst, von 
Westen die Franzosen, auch die Spanier, von Norden die 
Schweden, die Engländer, theilweise selbst die Dänen, von 
früher 
Mederlande, 
SThWsiz, die 
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Burgund
        

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