Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Deutschen Freiheitskriege in den Jahren 1813 und 1814
Person:
Beitzke, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-257791
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-262535
des Krieges. 
Ergebnis; 
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eine Folge der gänzlichen Niederwerfung des Gegners und der 
militairischen Erfolge war, als ein durch die merkwürdige Verblen: 
dung Napoleonls, der sich von der Vertheidigung seiner Hauptstadt 
weg in den Rücken der Verbündeten wandte, ermöglichter poli: 
tischer und diplomatischer Schachzug, der allerdings zum ,,MattH 
führte. Als durc; denselben die AbsetHung Napoleonls gelungen 
war und es darauf ankam, die alte Dynastie der Bourbonen, 
die man reftauriren wollte, mit dem französischen Volke wieder 
zu versöhnen, konnte man von der eigenen Erklärung von 
Frankfurt nicht wieder abweichen. Man hatte auch sonst zu oft 
erklärt, man führe nicht gegen das französische Volk Krieg, sondern 
gegen den CeinzelnenJ Mann Napoleon.fJ Man war froh, daß 
man des gefährlichen Beispiels eines Privatmannes auf dem 
Throne, des furchtbaren Eroberers, ledig war, und man hoffte 
die Nevolution zu schließen, wenn man dem französischen Volke 
möglichst gute Bedingungen und eine ,,Verfassung0 gewährte. 
Wurden noch Theile von dem Frankreich von 1792 abgerissen, 
wurden dem Volke starke Kriegsfteuern aufgelegt, blieben Be: 
satzungen der Verbündeten im Lande, so war das eine sehr 
schlechte Empfehlung für die Bourbonen. Die Franzosen muß: 
ten dann ganz naturgemäß Reue empfinden, sich ihres Kaisers 
entledigt zu haben, und dieser würde sehr bald Mittel gefunden 
haben, wieder an die Spitze von Frankreich zu gelangen. 
Darum also gewährte man Frankreich die Gränze von 
1792, theilte ihm sogar noch eine nicht unbedeutende Ver: 
größerung zu Ceinige Cantone von Belgien, das Bisthum Basel 
auf dem Jura, das Herzogthum Savohen, die Grafschaft NizzaJ. 
Darum forderte man nicht einen Franken Kriegsfteuer, da 
Napoleon sich doch so viele Millionen von fremden Ländern 
hatte zahlen lassen und diese ,europäifche Unternehmung Milliar: 
den kostete, die die verschiedenen Länder nun selbst tragen muß: 
ten. So wagte man auch nicht, aus Besorgniß, den Stolz der 
Franzosen zu beleidigen, die vielen Kunstschätze zurüclzufordern, 
die Napoleon aus allen Ländern in Paris zusammengeschleppt 
hatte, So skhonte man Paris möglichst mit Einquartierung 
und forderte möglichst wenig für die Bedürfnisse der eigenen 
Hexe. So zog man mit allen Heerestheilen möglichst bald 
V Seit amerweise giebt es.Bückz,er geM2g,  besonders von Deut: 
schen zescyriLben,  die den Titel fuhVSNI Gesthichte der Kriege Guido: 
pas gegen Napoleon BonctpU17tE, ohne daß die Verfasser die 
Ahnung haben, wie tief sich Europa herabsetzt, wenn es gegen einen 
einzelnen Mann Krieg führt.
        

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