Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Deutschen Freiheitskriege in den Jahren 1813 und 1814
Person:
Beitzke, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-257791
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-258431
Abfcslk. 
Murat7s 
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doch bereits in seiner Seele gekeimt. Nachdem er nach der Leibs 
ziger Schlacht wieder in sein Königreich zurückgekehrt war nnd 
die Herrschaft seines Scl;wagers wankte, sprachen die österreichi: 
schen Gesandten in Neapel, die anffalJlendertveise ihren Posten 
gar nicht verlassen hatten, zwar nicht mehr von so außerordents 
lieber Vergrößerung, aber sie drangen darauf, daß sowohl der 
König Joachim Murat, als der Vice:König Eugen so verfahren 
möchten, wie die RheinbundsFiirsten, die gegen Uebert:citt zu den 
Verbündeten Und Stellung einer Truppenmacl;t gegen Napoleon 
von diesen die Bestätigung ihrer Herrschaft und Verbtlrgung 
ihrer Länder erlangt hatten, wobei man Mnrat überdies noch 
immer die Beute des Kirchenstaats und Toskanas in der Ferne 
zeigte. Der König von Baiem, Max Joseph, forderte den 
Vice:König, der fein Schwiegersohsn war, dringend auf, seinen 
Frieden mit den Verbündeten zu machen, er gab ihm die heis 
ligsten Zus1cherungen von seiner Seite und von der der Vers 
bündeten, daß sie ihm die Herrschaft der Lombardei verbLirgten, 
wenn er zu ihnen iibertreten wolle.sJ Der Vice:König that, 
was Pflicht und Ehre von ihm forderten, er verschm.ähte alte 
Hefe A11sIbiSt1MgS11; DIESES sO Mumt, er gab denen von Oestet: 
reich und England Gehör und ging in die Falle. Schon im 
December rückte er mit einem Heere in den damals zu Frcmk: 
reich gehörenden Kirchenstaat ein, um, wenn die Unterhandl1mg 
zu Stande komme, seine Streit1nacht sogleich zur Verfügung der 
Verbündeten zu haben. Der Vertrag wurde am 11. Januar 
1814 abgeschlossen, er bedurfte aber noch der Ratific:ation des 
Kaisers Franz nnd der englischen Regierung. Der verblendete 
König wartete diese nicht erst ab, erIieß am 30. Januar I814. 
eine sehr tibereilte, 1cngeschickte Proclamation an sein Heer und 
an die Italieners und rückte bis Bologna vor; seine Kriege: 
erlliirung an Fankreich erfolgte dann wirklich am 15. Februar. 
König Joachim handelte treulos und empörend gegen seinen 
Wohlthäter und Verwandten, aber erhandelte auch itbereilt und 
kopflos, ohne Kenntniß seiner eigenen Stellung und des politi: 
schen Princips, welches die Verbündeten Vertraten. Blieb er 
der französischen Sache treu nnd führte er ein möglichst starkes 
Heer zur Unterstützung des VtcEKönigs Eugen, so konnten beide 
bei ihrer kriegerischen Einsicht und Tapferkeit den Oesterreiehern 
sehr bedeutenden Widerstand entgegenseken, so dass in Italien 
fEth die Wange wahrscheinlich auf die fran3ösifche Seite geneigt 
. G  F 
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des 
Rhrhundserts3 
Und 
des 
VIII
        

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