Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Deutschen Freiheitskriege in den Jahren 1813 und 1814
Person:
Beitzke, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-257791
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-262140
402 
Buch 
V1I. 
Abschnitt. 
Entschiedener war der Widerstand, den die Franzosen vor 
der Barriere Pantin leisteten, weil der Raum zwischen Plateau 
und Ourcq eng war, und weil der Feind Cdie VerbündetenJ 
von beiden Seiten beschossen wurde. Bei einer Häusergruppe, 
les Mais0nnettes, sammelten sich die Franzosen und leisteten 
verzweifelten Widerstand. So lange nicht links der hohe 
Rand des PlateauIs und rechts die Vorstadt La Vil1ette in den 
Händen der Verbündeten war, war auch keine Aussicht, Fort: 
schritte zu machen. Die preußische Garde:Brigade hielt sich in 
der eroberten Stellung, hatte aber fortwährend großen Verlust; 
ja wenn Marschall Marmont nur eine Reiter:Brigade von 
dem Plateau, wo Reiterei zuletzt nichts mehr nützen konnte, 
hier hinab zu Hülfe gesandt hätte, so würde die preußische 
Garde wahrscheinlich in das Dorf Pantin zurückgetrieben sein, 
da sie bereits außerordentlich zusammengeschmolzen war. Zur 
Eroberung dieser beiden wichtigen Orte geschah aber geraume 
Zeit nichts Wesentliches. Auf dem Plateau vermochten die 
Russen noch nicht bis an den nördlichen Rand vorzudringen, 
weshalb sich die preußische Garde dadurch selbst half, daß die 
Gardejäger und besonders die Compagnie des Hauptmanns 
Nahhauß den hohen Rand erstiegen, die zahlreichen französischen 
Schwärmer vertrieben und eine Batterie von 10 Geschützen er: 
oberten, die großen Schaden gethan hatte. Daß rechts sich die 
Eroberung der Vorstadt La Villette so lange verzögerte, war 
die Schuld von Barclay selbst. Wie es scheint, mit der Oert2 
tean gewesen ist und die tapfern Thaten verrichtet hat, die ihm 
die Geschichte zugestehen muß; wobei sich, wie gewöhnlich, der 
Kaiser Alexander nur erlaubt habe, ihm direct Befehle zuzusenden. 
Prinz Eugen hatte sich schon im russischen Kriege 1812 so sehr aus: 
gezeichnet, daß ihn wegen seiner großen Jugend C24 JahreJ und seines 
noch jugendlicheren Ansehens Kutusof seine ,,Jungfrau .von .OrleansH 
nannte. Bei allen Gelegenheiten bewahrte er .fernerh1n seine große 
kriegerische Einsicht und Tapferkeit. Seines heldenmilth1gSU VeNeHMSUs 
nach der Dresdener Schlacht und bei Culm ist in diesem Werke hin: 
länglich gedacht. Prinz Eugen war ohne Zweifel das gwßte krIegerische 
Talent im russischen Heere. Trotzdem blieb er nur B,efehlshaber eines 
Jnsanterie:Corps und sein Name wurde absichtlich in den Schlacht: 
berichten nicht genannt. Es ist bei Gelegenheit der Culmer Sch1akht 
von uns die Ursache dieser Zuriicksetzungen und Frankungen snach von 
HE1IPVVffJ angeführt. Auch in dem Heerbericht Uber die Schlacht von 
Paris wurde des Prinzen Name absichtlich Nishi erwähnt. Entrüstet 
forderte .er seinen Abschied, der ihm verweigert wurde. Es sollte eine 
EUtfThäVIgUUS,,sskN, daß ihm der Kaiser beim EMzUge in Paris sagte: 
,,Ohne Sie waren wir nicht hier.st
        

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