Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Deutschen Freiheitskriege in den Jahren 1813 und 1814
Person:
Beitzke, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-257791
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-261374
zu Chatillon. 
Congteß 
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Rheingränze, so war er in der tödtlichsten Berlegenheit. Jn 
seiner Verzweiflung schrieb er an den Major:General Berthier, 
den nächsten Vertrauten des Kaisers, um Aufklärung über die 
Lage der Dinge, da er auf dem gewöhnlichen Weges. diese zu 
erhalten nicht hoffen konnte. Er beschwört ihn, den Kaiser über 
die Gefahr aufzuklären und nicht durch unselige Zögerungen, wie 
so häufig, seine Sache zu verderben. 
An demselben Tage, den 4. Februar, nachdem die Bevoll: 
mächtigten der Verbündeten in Chatillon eingetroffen, wurde 
der Eongreß dadurch eröffnet, daß man sich die gewöhnlichen 
Besuche abstattete; am 5. wurde die erste Sitzung gehalten. 
Die Bevollmächtigten der Verbündeten erklärten sich beaufs 
tragt, nicht nur im Namen der vier Höfe, sondern im Namen 
von Europa, als einem Ganzen, mit Frankreich über den Fries 
den zu unterhandeln, und sie bürgten für den Beitritt der nicht 
vertretenen Mächte; sie wären angewiesen, nur in Gemeinschaft 
zu verhandeln und keine andere Form zuzulassen, als die von 
Sitzungen mit geführtem Protokoll; ferner dürfe keine Er: 
örterung über das Seerecht vorkommen, was England über: 
dies nach dem Völkerrecht üben werde. Die Reden der Bevoll: 
mächtigten klangen wie unisono, und es war sichtbar, daß sie 
ihnen ganz fertig mitgegeben worden. Sie thaten nicht einen 
Schritt, sie sprachen kein Wort, ohne es vorher unter sich ab: 
geredet zu haben. Sie wollten, daß jede Parthei ihre Erklärung 
zu Protokoll gäbe; wenn aber der französ is ehe Bevollmächtigte 
die einfachsten Bemerkungen eingeschaltet wissen wollte, erhoben 
sie SchwierigkeitenVJ und derselbe mußte nachgebei1, um nicht 
die Zeit in mäßigen Erörterungen zu verlieren und zur Haupt: 
sache zu kommen. Diese bestand darin, daß Caulincourt die 
Gesammtheit der Vorschläge zu kennen wünschte, welche zum 
Aufhören des Kriegsunglücks führen könnten. Es lag dem 
russischen Kaiser, wie wir wissen, daran, daß überhaupt kein 
Friede zu Stande käme, und er hatte darum seinem Abgeord: 
neten empfohlen, so seht als NUX 1PgSI1V MHgITOh zu zögern. 
Kaum hatte der franzöEfths VEP0UMEUhtIStE VII Hauptsache nur 
berührt, als Graf Rasumowski erklärte, .daß er seine amtlich 
ausgefertigte Vollmacht noch nicht erhalten habe. Vergebens 
sThIUg Caulincourt vor, über ein so ger1ngfügiges und so leicht 
ZU beseitigendes Hinderniß hMWEgzUiEkZeN; sämmtliche Bevoll: 
IUächtigte der Verbündeten erklärten, d1ese Sitzung habe nicht 
ji 
an den Kaiser. 
CaulincourtIs 
Berichte 
des 
Worte 
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