Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Deutschen Freiheitskriege in den Jahren 1813 und 1814
Person:
Beitzke, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-257791
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-261340
322 
Bushs 
VII. 
Abschnitt. 
erhaltung. Wenn die Diplomaten der Verbündeten wirklich 
glaubten, ein Napoleon könne ohne diese noch mit Ehren bleis 
bend auf dem Thron der alten Könige siHen, so war das ein 
Jrrthum. Das Andenken NapoleonIs ist den Franzosen darum 
so theuer geworden, weil er die Energie hatte, dies zu ver: 
schmähen:  
Mißtrauisch gegen die Verbündeten vom Congreß von 
Prag her, empsindlich über die Aufhebung der Capitulationen 
von Dresden und Danzig, beleidigt durch das Manifest von 
Frankfurt vom 1. December, hatte Napoleon von Anfang an 
wenig Vertrauen auf das Gelingen der Unterhandlungen und 
sah allein im unablässigsten kühnsten Kampfe, in Anspannung 
aller Kräfte die Möglichkeit, auf gleichem Fuß austreten und vers 
handeln zu können. Die Unterhandlung während des Kampfes 
sah er nur als Mittel an, Zeit zu gewinnen. Deshalb ließ er 
auch seinen Bevollmächtigten beständig ohne Jnstruction, um sich 
nicht zu binden, und darum in der grausamsten Berlegenheit 
gegnerischen Diplomaten gegenüber, die so viel früheren Ueber: 
muth zu rächen nnd so große Erfolge und Macht hinter sich 
hatten. Immer hoffte er, das Kriegsglück noch einmal für sich 
zu erhalten und sein schweres Geschick wenden zu können. 
Und ohne die Energie des Kaisers von Russland wäre es 
bei alledem und alledem auch geschehen, daß Napoleon mit 
einigen Einbußen an der Herrschaft blieb. Die englischen 
Diplomaten, weiter sehend als die festländischen, daß die Ents 
fernung eines so glänzenden Mannes und seiner Dynastie große 
Zuckungen in Frankreich und darum auch in Europa hervor, 
bringen music, eingedenk der früheren Verwilligungen durch St. 
Acgnan, eingedenk auch wahrscheinlich der steigenden Bedeutung 
Rußlands, waren nicht für eine Thronveränderung und riethen 
zur Mäßigung, die Lord Castlereagh insbesondere vor dem 
Parlament zu vertreten habe.VJ Oesterreich, aus Besorgniß 
vor Russland, welches ganz Polen und darum auch Galizien 
beanspruchen könnte, aus Eifersucht auch gegen Preußen, welches 
in Deutschland groß werden konnte, wünschte Napoleon erhalten 
und noch möglichst stark. Es wurde indirect Napoleon1s Vers 
bündeter. Es war nur Befehl des österreichischen Cabinets, 
daß Fürst Schwarzenberg nach der vernichtenden Schlacht von 
LC1 JRothiere Napoleon Zeit ließ, sich wieder zu erholen, daß es 
zW9UWc Nicht die Seine überschreiten durfte, um Paris nicht 
Befreiungökriege. 
dem 
I; Lebensbilder aus 
AufWes
        

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