Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Deutschen Freiheitskriege in den Jahren 1813 und 1814
Person:
Beitzke, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-257791
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-261198
bei Arcis:surs 
Schacht 
sAuba 
307 
10 Uhr bei Arcis angekommen und hatte sich zu beiden Seiten 
der Chausfee nach Trohes aufgestellt, Auskundungstrupps weiter 
vorsendend. Ein anderer Theil französischer Reiterei, der den 
Pontontrain des Wittgensteintschen Corps als stolze Trophäe 
mit sich führte, war von Mery um diese Zeit noch nicht zurück. 
Das französische Fußvolk, am nördlichen Ufer die Aube aus: 
wärts marschirend, erreichte mit der SpiHe ebenfalls um 10 Uhr 
Arcis, ging durch und stellte sich in geringer Entfernung von 
der Stadt zu beiden Seiten der Chaussee nach Troyes auf, mit 
dem linken Flügel an das Dorf Grand:Torcy und die Nie: 
demng der Aube gelehnt. Es war zuerst nur das Corps von 
Ney Czwei Divisionen der jungen GardeJ, welches Vom Fuszvolk 
diese vorläufige Stellung nahm. Die Division Friant der alten 
Garde war noch zurück. Ney und Sebaftiani konnten zu: 
sammen kaum 8000 Mann stark sein. Diese geringe Macht 
war es, gegen welche Ich Fürst Schwarzenberg in Bewegung 
gesetzt hatte. . 
Der Kaiser Napoleon langte um I Uhr in Arius an. 
Er ließ sogleich den Marschall Neh und den General Sebastiani 
vor ßch bescheiden, um von ihnen das Nähere über den Stand 
der Verhältnisse zu erfahren. Beide Heerführer waren der An: 
ficht, daß das ganze Heer Schwarzenbergts gegen Arcis im An: 
marsche sei. Der Kaiser dagegen blieb dabei, Schwarzenberg setze 
den begonnenen Rückzug fort und mache nur Aufstellungen, um 
diesen zu verbergen. In dieser Ansicht wurde er noch durch den 
unrichtigen Rapport eines seiner Ordonnanz:Offiziere bestärkt. Er 
beschloß, in der eingenommenen Stellung zu bleiben und die 
Ankunft der Garde:Division Friant, so wie die des Corps von 
Oudinot zu erwarten, welches leHtere allein vom Heere Macdo: 
nald7s am heutigen Tage noch eintreffen konnte. 
Obgleich General Sebastiani sich vollkommen überzeugt 
hatte, daß das Heer SchwarzenbergIs sssich zu einem Angriff 
vorbereite, so schwieg ers EVEN sein Kaiser mit Heftigkeit es 
anders wollte, und er und MarschCU ,NeV VsVfügteU sich zu 
ihren Truppen. Kaum aber war Sebastiani bei seiner Reiterei 
auf dem rechten Flügel angekommen, als er mit verhängtem 
Zügel zum Kaiser nach Arcis zUtüskfpJSUgke, um ihm zu melden, 
es sei kein Augenblick zu verlieren, die Verbündeten rückten zum 
Angrisf vor. Aber auch diese bestimmte Versicherung 7konnte 
Napoleon nicht bewegen, dem furchtbaren Stoße auszuweichen, 
der ,fein Häuflein zekmaImeu mußte. E: blieb, obgleich die 
DTVIi7vU Friant sich der Stadt erst nahte und seine Reis 
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