Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Deutschen Freiheitskriege in den Jahren 1813 und 1814
Person:
Beitzke, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-257791
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-261120
300 
VII. 
ButkJs 
Abschnitt. 
nachgerückt. Davon mußte Fürst Schwarzenberg also gleich 
Nachricht erhalten; aber erst am 4. März wurde Troyes besetzt, 
das Weitervordringen hatte keine Eile. Wiederum hielt es 
Marschall Macdonald zu gefährlich, nach einer verlornen Schlacht 
sich dem Stoß so gewaltiger Streitkräfte auszusetzen, und zog 
sich langsam hinter die Seine zurück, wohin ihm ebenfalls so 
langsam die Vortruppen Schwarzenbergls folgten und wobei es 
einige kleine Gefechte gab. Erst am 10. März legte dann 
Fürst Schwarzenberg den verbündeten Monarchen zu Chaumont 
einen Entwurf zu einer Unternehmung vor, der jedoch auf Vor: 
aussetzungen gebaut war, welche nicht exiftirten. Die Monarchen 
genehmigten diesen Entwurf und wünschten nur, daß die Aus: 
führung keinen Aufschub erleide. Es ging dann die Nachricht 
von dem Siege bei Laon ein und Fürst Schwarzenberg wollte 
nun; wie es schien, wirklich etwas thun, wozu er vom Kaiser 
Alexander unaufhörlich gedrängt wurde. Es erfolgten aber nur 
schwache Demonstrationen über die Seine und kleine Gefechte 
bei Sezanne, VilIenoxe und Provins am 14. März und ein 
paar dergleichen an der Seine bei Nogent und Lechelle am 
15. März, so wie die nie fehlenden Auskundungen. In Folge 
dieser verschiedenen Herumfühlungen Schwarzenberg7s fand sich 
dann Marschall Macdonald bewogen, seine Corps in der Nacht 
vom 15. zum 16. März bei Provins zu concentriren, um einen 
entschlossenern Widerstand zu leisten. Als nun aber in eben 
derselben Nacht die Nachricht von der Niederlage St. Priest7s bei 
Rheims im großen Hauptquartier einging, gab Fürst Schwur: 
zenberg sogleich alle Angrifssbewegungen auf, kehrte mit allen 
seinen Corps um und bezeichnete 12 deutsche Meilen rückwärts 
eine Stellung am rechten Ufer der Aube bei Trannes, zwischen 
Brienne und Bar:sur:Aube, dieselbe, welche Blücher vor der 
Schlacht von La Rothiere genommen, wo er eine Schlacht an: 
nehmen wollte. Noch war aber Napoleon nicht da, Fürst 
Schwarzenberg fürchtete nur, daß er ehestens auf ihn fallen 
würde; darum schien es ihm doch wieder zu viel, so spornstreichs 
DhUe Nöthigung eine so große Strecke zurückzumc1Tfthiren, und 
er ließ seine Corps noch vorläufig an der Seine bei Nogen: 
und an der Aube bei Plancy, Arcis 2c. DckMI Wurde er wie: 
der sEhV UUsshlüssig, er gab am 16. März UFTht Mehr als drei 
DksPVsstkvnen aus und seine Truppen marsc2TTkEU hin und her. 
Es sollte eUdlich doch bei einer Stellung bei Trannes bleiben, 
wohin auch die Garden und Reserven aus Chaumont dirigirt 
wurden. Die Ursache davon war, daß Napoleon Chälons be: 
setzt hatte und Fürst Schwarzenberg fürchtete, im Rücken an:
        

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