Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Deutschen Freiheitskriege in den Jahren 1813 und 1814
Person:
Beitzke, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-257791
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-260156
SNELL 
bleau ein Ende zu machen und ihn überhaupt aus der Nähe 
von Paris zu entfernen. Er beabsichtigte darum, den linken 
Flügel des böhmischen Heeres bei Montereau anzugreifen, und 
hatte dem Marsohall Vietor befohlen, diese Stadt schon am 
17. Februar wegzunehmen. Unzufrieden besonders mit diesem 
Marschall, der zum Verlassen der Seine am meisten beigetragen, 
indem er das Zerstören der Brücke bei Pont vernachlässigt; 
aufs Neue unzufrieden, daß er, dem Befehl gemäß, Montereau 
nicht in BesiH genommen, entsetzte er ihn am folgenden Tage, 
den 18., des Commando7s und übertrug dasselbe dem Divisrons: 
General Görard, eine Härte gegen einen alten, sonst verdienten 
Marschall, die unter den jetzigen kritischen Verhältnissen ganz 
außerordentlich war. 
Februar. 
TM 
Treffen bei Montereau 
In und bei Montereau befand sich seit dem 15. Februar 
der Kronprinz von Würtemberg mit seinem Corps. Unter: 
nehmend und ritterlich, so daß er unter einem andern Ober: 
feldherrn als Fürst Schwarzenberg ohne Zweifel großen Ruhm 
erworben, und durch das nachrückende Heer sich gesichert glau: 
bend, unternahm er am 16. ziemlich weite Auskundungen auf 
dem andern Seine:Ufer bis nach Melan. Als dann am 17. 
MarschalI Victor auf Montereau zudrang und Fürst Schwarzen: 
berg ihm den Befehl sandte, Montereau zu halten, war er 
genöthigt, sich zu concentriren und zur Vertheidigung auf: 
zustellen. 
Das Städtchen Montereau von 4000 Einwohnern liegt 
am Einfluß der Yonne in die Seine, am rechten Ufer des erste: 
ren und am südlichen des letzteren Flusses, mit Vorstädten am 
andern Ufer der Yonne und Seine und mit steinernen Brücken 
über beide Flüsse. Die Stadt liegt in dem völlig ebenen 
Grunde beider Flüsse. Südlich begränzen diesen Grund nur 
niedrige Hügel; nördlich der Seine, dicht hinter der schmalen 
Vorstadt, steigt dagegen eine felsige Bergwand auf, ein Theil 
Ver, Thaleinfassung, mit Weinbergen bedeckt, auf deren Gipfel, 
weit die Gegend beherrschend, das Schloß Surville liegt. Die 
Bergwand fällt so steil gegen das Seinethal ab, daß die 
Straßen nordwestlich nach Paris und nordöftlich nach Nangis 
eine Strecke weit am Flusse hingehen müssen, ehe sie den hohen 
Rand ersteigen. Die nördliche Ausdehnung der Bergwand, 
GIVE das Schloß Surville krönt, bildet ein Plateau von 1500 
Ins 2ooo Schritt in des Breite und 3oo0 Schritt in des
        

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