Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Deutschen Freiheitskriege in den Jahren 1813 und 1814
Person:
Beitzke, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-257791
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-260095
Die 
Marskhälle 
fkMZZsischen 
Yires. 
hinter der 
197 
berg trotz aller Uebermacht nicht zu denken. Auch zu einer 
engem Zusammenziehung seiner Streitkräfte konnte sich der Fürst 
nicht entschließen; es blieb nur dabei, daß alle Corps aufs Neue 
ihre am 15. inne gehabten Stellungen wieder einnehmen sollten 
und daß das Hauptquartier, ungetrennt, nach Brah verlegt 
wurde. Hiermit wurde der 16. und 17. Februar ausgefüllt. 
Blücher stellte man frei, sich auf Rheims zurückzuziehen, Ich dort 
mit York und Sacken zu vereinigen und Bülow und Wintzinge: 
rode herbeizurufen, oder sich von Chälons auf Vitry zu richten. 
Wir sehen, Fürst Schwarzenberg blieb, wiewohl mit Ge: 
wißheit vorauszusehen war, daß Napoleon sich aus ihn werfen 
würde, in der Vereinzelung feiner Kräfte. Es war ein Glück, 
daß der franzöfische Kaiser Blücher nicht weiter verfolgte, um 
dadurch die Möglichkeit zu erhalten, daß Heer von Schwarzen: 
berg im Rücken anzugreifen; aber bei der Vereinzelung lief 
Schwarzenberg dennoch Gefahr, große Verluste zu erleiden. Wenn 
Napoleon, statt den linken Flügel des böhmischen Heeres bei 
Montereau anzugreifen, wie er that, von Mont1nirail aus in der 
Richtung über Pont:sursSeine oder Nogent sich auf den rechten 
Flügel SchwarzenbergVs warf, so würde er nicht allein die Ver: 
einigung des Hauptheeres mit dem schlesischen verhindert, son: 
dern auch den Fürsten Schwarzenberg über Trohes und gegen 
die Yonne hingestoßen haben, welches den ganzen Feldzug zu 
seinen Gunsten wenden konnte. Aber wenn Napoleon auch in 
der Front oder vom linken verbündeten Flügel her angrisf, muß: 
ten in Folge Zerstreuung der Kräfte große Nachtheile entstehen. 
Daß Napoleon eine so entscheidende Maßregel, wie den 
Angriff des rechten Flügels Schwarzenberg7s über Pont oder 
Nogent, nicht vornahm, daran war das unkräftige Benehmen der 
Marschälle Vietor und Oudinot, der Lärm, den das Erscheinen 
der Kosaken am Waldrande von Fontainebleau in Paris ver: 
ursacht hatte und der in kriegerischen Dingen unfähige Stell: 
vertreter des Kaisers, König Joseph Cvon SpanienJ, Schuld. 
Die Marschälle Victor und Oudinot sahen immer nur, der 
früheren Kühnheit vergessend, ungeheure Ueberlegenheit vor sich, 
fürchteten Zermalmung, wiewohl sie nur von Vorträben und 
Vortruppen angegriffen wurden, und sie versäumten darum das 
recht wohl Mögliche. Unglücklicherweise berichteten sie nach Paris 
an den König Joseph über ihre Lage und erhielten die Weisung, 
sich näher an Paris hinter der Linie des Yeres2FIüßchens aufs 
3Uftellen. Sie berichteten auch an den Kaiser und dieser befahl 
dem Marschall Macdonald, mit seinen 12,000 Mann von MecMx 
die Stellung hinter der Yeres zu verstärken. Ohne irgend VVU
        

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