Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Deutschen Freiheitskriege in den Jahren 1813 und 1814
Person:
Beitzke, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-257791
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-258177
Die 
machen 
Verbündeten 
TM 
Rhein. 
Halt. 
keine Zeit zu lassen, irgend neue Vertheidigungsmittel zu be 
reiten, und, da seine Heerestrümmer zunächst keinen ernsten 
Widerstand entgegensetzen konnten, in Paris den Frieden zu 
dictiren. Aber die Verbündeten machten am Rheine Halt, 
hielten einen Einfall in Frankreich viel zu gefährlich und woll: 
ten, der großen Mehrzahl nach, Frieden schließen.  
Philosophen und Philanthropen haben oft genug das NIkHs 
tige des Ruhms darzulegen gesucht, und man hat aus der.Re: 
ligion und Humanität Gründe hergenommen, um zu beweisen. 
wie verwerflich der Krieg und der kriegerische Ruhm sei. Allein 
wir müssen dennoch behaupten, daß der Ruhm und besonders 
der kriegerische Ruhm eines Volkes ein schwer wiegendes Capital 
ist. Man fürchtet ein Volk, welches .große Triumphe gefeiert 
hat, noch nach Jahrhunderten, und wiederum geben diese 
Triumphe dem Volke das rechte Vertrauen auf sich selbst. Die 
Schweizer haben ein halbes Jahrtausend von ihren Siegen ge: 
zehrt und zehren noch davon. Billig wird sich Jedermann 
scheuen, die Engländer zur See anzugreifen. So imponirten 
denn die leider mehr als hundertjährigen Triumphe Frankreichs 
nicht wenig: die Siege Ludwig7s XIV, die Wegnahme des 
Elsaß, der Gewinn von Flandern, von Lothringen, noch mehr 
die lange Reihe der Siege der Republik und des Kaiserreichs. 
Außerdem schien Frankreich zu sehr gedeckt durch den Rhein: 
strom und dessen Festungen  durch die dreifache Vauban7sche 
Festungslinie von Diinkirchen bis Metz, welche man in den 
früheren Kriegen nicht hatte durchbrechen können, die übrigens 
seht ziemlich verfallen und ohne Besatzung war  durch die 
Ardennen und Vogesen. Die Mehrzahl der Heerführer und 
gelehrten Generalstabs:Offiziere hatte nur die früheren Nieder: 
lagen und das vermeintliche schwierige Kriegstheater im Auge, 
ohne die sehr veränderte Gegenwart richtig zu schätzen. Da 
man NapoleonIs Genie in vollem Maße würdigte, und eine all: 
gemeine Erhebung Frankreichs so gut als gewiß annahm, so 
hielt man zu einem Einfall in Frankreich noch ganz andere 
Anstrengungen, als die bisher gemachten, für nöthig. Um 
beide Flügel strategisch gesichert zu haben, hielt man es für er: 
forderlich, erst Holland und die Schweiz zu erobern und noch 
größere Streitkräfte heranzuziehen. Es fehlte nicht an sehr ge: 
lehrten Militairs, welche, einen Winterfeldzug für unausführbar 
hC1ItE11d, in allem Ernst riethen, wenn einmal ein Einfall M 
Frankreich gemacht werden sollte, mit Eröffnung eines tMfEU 
Fe1dzuges bis zum Frühling zu warten, indes; große MtIsC3,Me 
sMzUkgsU, sich einen gesicherten Rheinübergang zu vekfshTifE71
        

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