Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Deutschen Freiheitskriege in den Jahren 1813 und 1814
Person:
Beitzke, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-251193
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-254249
Hanseatische Legion. 
Die 
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2000 Mann gemeldet hätten, was jedoch unter den obwaltcn: 
den Verhältnissen nicht der Rede werthswar. Die Hamburger 
Bürger wollten nicht selbst das Schwert in die Hand nehmen, 
weil es ihnen ungewohnt und unbequem war. Sie wünschten 
wohl die Freiheit und wollten dafür zahlen, aber es sollte auch 
nicht zu viel kosten. Wenn es wahr ist, wie in der Vosßschen 
Zeitung vom 27. März angezeigt wird, daß die versammelte 
Bürgerschaft von Hamburg am 20. März für diese Hanseatische 
Legion nur 200,000 Thaler bewilligt hat, so würde dies einen 
Beweis von höchst schtvächlicher Gesinnung geben. Eine so reiche 
Stadt konnte um den Preis der Freiheit wenigstens 10 Millio: 
neu geben, und sie würde, wenn ihre Bürger nicht selbst das 
Schwert ergreifen wollten, Streiter in Menge gefunden haben. 
Aber auch die freiwilligen Geldbeiträge für die Hanseatische Legion 
fielen für eine so reiche Stadt höchst kümmerlich aus, denn bis 
zum 29. März waren nur eingegangen 3000 Mark, 109 Fries 
drichsdlor und 83 Dueaten.VJ 
Die Hamburger Begeisterung erlitt auch sofort einen Stoß, 
als die Franzosen den 26. und 27. März von Bremen her sich 
wieder der Stadt zu nähern schienen. Alles war nun wieder 
in größter Besorgniß. Oberst Tettenborn mußte in einem neuen 
Aufruf trösten, daß er stark genug sei, sie zu schützen, und daß 
er seine Anstalten getroffen habe. Er beruft sich auch auf die 
Corps der Generale Tschernitschef, Benkendorf und Dörnberg, 
welche bereits die Elbe überschritten und die wenigen Franzosen 
schon in Respect halten würden. Dabei erklärt er den Ham: 
burgern, sie würden 20,000 Feinde nicht zu fürchten haben, 
wenn sie muthig das Jhrige thäten. In einem weiteren Auf: 
ruf vom 29. März sagt er ihnen rund heraus: ihre Selbstver: 
theidigung dürfe sich nicht auf ein augenblickliches Aufgebot, das 
nur im Momente der Gefahr stattfindet, gründen, sondern müsse 
gehörig vorbereitet und geordnet sein. Es müßten Bürgerwehren 
errichtet werden; jeder müsse eilen, sich einschreiben zu lassen. 
Ein mächtiges Bollwerk müsse gegen den vorrückenden Feind auf: 
gestellt werden, Hamburg müsse unter allen Städten des sich 
ke;reienden Deutschlands groß, würdig und kraftvoll gerüstet 
atehen. 
Diese Aufforderung wirkte in so weit, daß der Senat von 
Hamburg schon am folgenden Tage eine Bekanntmachung erließ, 
daß, nicht etwa aus eigener Bewegung, sondern ,,auf Ordre des 
Kaiserlich Russischen Herrn Obersten Baron von TettenbornU ein 
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April.
        

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