Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meine Gemäldesammlung
Person:
Schack, Adolf Friedrich von Schackgalerie <München>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-241908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-242924
jenigen, welche nur nadh Modellen malen und nicht 
die in der Natur flüchtig vorbeiziehenden Erschei: 
nungen in geistiger Anschauung zu bewahren ver: 
mögen, müssen bei Betrachtung seiner derartigen 
Darstellungeu Neid empfinden. 
Einen Ausflug in das Gebiet des F,;umors hat 
Schwind in seinem Riibezahl gemacht, wo der 
Berggeist, eine tollphantastische Figur auf Holzpan: 
toffeln, durch ein feuchtes, mit wildem Gestiiude 
und rothen.Schwämmen bedecktes Bergthal hin: 
schweift. Man muß hier über die barocke Laune 
des Künstlers lachen; aber demjenigen, der behaup: 
ten wollte, dieser Vorwurf eigne sich mehr fiir,einen 
Holzsthnitt, als für ein Oelgemiilde, kann man das 
ungemein .Pittoreske sowohl der Landschaft, als 
der Figur des Riibezahl entgegenhalten.  Noch 
barocker ist die mittelalterliche Legende. Ein 
die Messe lesender Bischof zwingt durch die Macht 
seiner Frömmigkeit den Teufel, Bausteine zu einer 
neu zu errichtenden Kapelle heranzufahreu. Das 
Bild ist, ganz seine1n Gegenstande entsprechend, im 
Styl altdeutscher Gemälde behandelt.  Auf zwei 
Tafeln hat Schwind die Flüsse Rhein und Do: 
nau verkörpert. Der Rhein, in den Harnisch eines 
Ritters gekleidet, wiegt sieh, die Fiedel des Vetter 
spielend, aus den Wellen, während ein dienender 
Geist schwimmend den Nibelungeu:Hort hinter ihm 
herträgt. An den Ufern ragen burggekrönte Felsen.
        

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