Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meine Gemäldesammlung
Person:
Schack, Adolf Friedrich von Schackgalerie <München>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-241908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-245586
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einer so hohen Knnstvollendung zu vereinen, daß ich 
in Betracht ihrer meine Bedenken fallen ließ; und 
ich brauche meinen Entschluß nicht zu bereuen: denn 
die mit äußerster Sorgfalt und eingehendem Ver: 
ständnisz von ihr gefertigte Copie, die ich Wolf ver: 
danke, behauptet sich vollständig, selbst zwischen 
Tintoretto und Sebastian del Piombo. 
Lange hatte ich um des großen Andrea del 
Sarto Meisterwerk, die Madonna del Grifeo 
oder delle Arpie, in der Tribune der Uffizien, 
umsonst geworden. Nach vielfältigen fruchtlosen 
Bemühungen aber erreichte ich, daß sie an einen 
PlaH gebracht wurde, wo es möglich war, sie zu 
copiren. Daß Wolf diese Aufgabe in so vorziig: 
licher Weise gelöst, muß ihm besonders hoch ange: 
rechnet werden; denn es ist keine Kleinigkeit, nach 
langer, fast ausschließlidher Beschäftigung mit den 
Venezianern sich in einen so völlig verschiedenen 
Styl zu finden, Was aber soll ich zum Preise 
von Andreas Madonna sagen2 Jedes Lob, und wäre 
es das iiberschwänglichste, erscheint hier als matt. 
Es ist besser, vor solcher unergründlichen Schönheit 
zu verstummen, als sie mit inadäquaten Worten zu 
feiern. In der heil. Jungfrau, wie sie auf hohem 
Postamente anbetungheischend dasteht, vereinigt sich 
die Göttlichkeit der Himmelskönigin mit aller Reiz: 
fülle des irdischen Weibes, und ich kenne außer 
der sistinischen keine Madonna, die dem Jdeal einer
        

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