Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meine Gemäldesammlung
Person:
Schack, Adolf Friedrich von Schackgalerie <München>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-241908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-245206
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der Jungfrau spielen zwei Engel die Laute, und 
es sind Engel, wie sie so holdselig kaum je gemalt 
worden sind. Das Copiren dieses Gemäldes, das 
die Sakristei der Frari aufbewahrt, wurde unge: 
mein dadurch erschwert, daß dasselbe nicht von Ort 
und Stelle entfernt werden durfte; feine Stellung 
gegen das Licht ist überaus ungünstig, und den größ: 
ten Theil,des Tages hindurch liegt Dämmerung, 
bei triibe1n Wetter fast Nacht auf ihm. Wolf, 
während seiner Arbeit unter so ungünstigen Um: 
ständen oft beinahe verzweifelnd, hat von früh bis 
spät auf dem Altar stehend und die vortheilhafteren 
Momente sorgfältig benutzeud, schließlich ein höchst 
glückliches Resultat erzielt. Wer dieses wonnige, 
den Beschauer mit dem Gefühle innigster Seligkeit 
erfüllende Bild in meiner Gallerie betrachtet, ahnt 
wohl nicht, wie viele Stunden des Bangens und 
Zweifelns bis zu seinem Zustandekommen verflossen 
sind, wie viele Sorgen und Mühen es gekostet hat. 
Damit es in seiner ganzen Erscheinung eine der 
des Originals möglichst entsprechende Wirkung mache, 
habe ich den Rahmen, der es in Venedig umgiebt, 
genau uachformen lassen. 
Zwei kleinere Madonnen des Gian Bellin 
in der Academie zu Venedig, deren eine nur das 
Christkind vor sich hält, die andere von zwei Heiligen 
umgeben ist, waren leichter uachzubilden; auch auf 
ihnen ruht der reine und edle Geist des Meisters.
        

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