Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meine Gemäldesammlung
Person:
Schack, Adolf Friedrich von Schackgalerie <München>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-241908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-245159
fast gänzlich verborgen sind, durch gute Copien der 
Betrachtung zugänglich zu machen, so würde hier: 
durch der Kunst ein Dienst erwiesen werden. AlIer: 
dings waren die Sch1vierigkeiten, dies ins Werk 
zu fegen, außerordentlich groß; in manchen Fällen 
ließ es sich überhaupt nur ausführen, wenn das 
Bild zeitweise von seinem dunkeln Platze entfernt 
wurde; in anderen konnte die Aufgabe nur unter 
Bekämpfung riesiger Hindernisse gelöst werden. Ich 
besprach dies Alles mit Wolf; er war ganz erfüllt 
von der Größe des zu vollbriugendeu Werkes. Bei 
dem Gedanken daran regte sich oft in ihm Miß: 
trauen in seine eigenen Kräfte; allein er war jung, 
voll Begeisterung, und der Trieb, etwas Tiichtiges 
zu leisten, siegte über die Zagniß. So reiste er im 
Sommer 1870 nach Venedig ab, gerade als das 
Kriegsge1vitter furchtbar drohend über Deutschland 
aufstieg. Es war mir wohlthuend, in jener Zeit, 
wo die Tagesereignisse auf jedem Geiste lasteten, 
meinen Gedanken, wenigstens auf Augenblicke, eine 
andere Richtung zu geben; vermochte ich auch sonst 
nichts zu arbeiten, so schien doch die Miih1oaltung, 
welche nöthig war, um verschiedene besonders an: 
ziehende Bilder aus ihren düsteren Verstecken ans 
Licht hervorzuziehen, eine mit der Aufregung solcher 
stiirniischen Tage vereinbare Beschäftigung. Ich be: 
gab mich selbst nach Venedig, theils um Umschau 
zu halten, theils u1u von Kirchenvorstehern, oder
        

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