Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meine Gemäldesammlung
Person:
Schack, Adolf Friedrich von Schackgalerie <München>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-241908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-244802
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für mich: ein kleines Mädchen, mit einem 
Hunde neben ihr, damals im Palaste Strozzi 
zu Florenz, jetzt in das Museum zu Berlin über: 
gegangen. Die Urheberschast Tizians scheint 
zweifellos zu sein, da Documente. darüber vorhan: 
den sind; in seiner ganzen Größe zeigt er sich hier 
freilich nicht; jedenfalls aber muß man das Bild ein 
anmuthiges und liebenswürdiges nennen. Jch würde. 
dasselbe wohl nicht gerade ausgewählt haben; aber 
bisweilen war es nicht möglich, sogleich die Er: 
laubniß zum Copiren solcher Werke zu erlangen, 
auf die mein Trachten besonders gerichtet war, und 
inzwischen mußte die Zeit mit anderen kleineren 
Arbeiten ausgefüllt werden.  Als ganz vorzüglich 
erscheinen mir dagegen zwei Porträts von Nu: 
bens, deren eines Elisabeth Brandt,Edie erste Frau 
des Künstlers, das andere diesen selbst vorstellt. 
Er steht hier vor uns in jugendlichen Jahren, eine 
überaus noble Erscheinung von ritterlicher Haltung, 
gewinnenden freundlichen Zügen und mit dem Aus: 
drücke hoher Jntelligenz, gerade so, wie wir uns 
den seltenen Mann denken, der die ganze Bildung 
seiner Zeit in sich vereinigte und, während er die 
Welt mit Werken der Malerei ohne Maß und Zahl 
erfüllte, doch noch zu den edelsten hu1nanistifchen 
Studien Muße behielt, und von den Fürsten als 
Staatsmann und Diplomatsgesucht wurde. Manche 
sind gegen Rnbens eingenommen und können die
        

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