Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meine Gemäldesammlung
Person:
Schack, Adolf Friedrich von Schackgalerie <München>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-241908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-244548
280 
und das Bild, das ich besiye, hat er, nicht lange 
vor seinem Ableben, in seinem einundachtzigsten 
Jahre vollendet. Dasselbe zeigt keine Spur ermat: 
iender Kraft; alle Contouren sind scharf und sicher. 
Wir erblicken die jetzt in ein modernes Gebäude hin: 
iibergezogenen Reste eines saracenischen Pa: 
lastes in dem Städtchen Navello, das. hoch 
auf steilem Felsen über Amalsi thront. Die Zeit, 
aus welcher diese Neste herrühren, nnd ihr Ursprung 
lassen sich schwer bestimmen. Da jetzt festzustehen 
scheint, daß auch die bisher für Werke der Araber 
gehaltenen Schlösser in Sicilien erst unter der Nur: 
mannenherrschaft entstanden sind, so muß wohl ver: 
muthet werden, auch sie seien aus jener späteren 
Periode, um so mehr, als die Araber in Unter: 
italien nie so festen Fuß gefaßt haben, wie auf 
der Jnsel. Arabisches Gepräge trägt indessen diese 
Mauer in ihren reichen Linea1neuten, nnd ich möchte 
annehmen, daß der Palast, dem sie ursprünglich 
angehörte, ebenso wie die Cuba und Zisa in Pa: 
lermo, von saracenischen Werkmeistern, wenn auch 
im Aufträge von Christen, aufgeführt worden sei. 
Allerdings liefert sie nur eine sehr unbedeutende 
Probe von der Kunst der Araber in Au13schmiicknng 
von Wandflächen; aber selbst ein so geringfiigiges 
Speci1nen gewann unserem Klenze solch lebhaftes 
Interesse ab, das; er trotz seines hohen Alters noch 
ernstlich mit dein Gedanken umging, eine leider
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.