Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meine Gemäldesammlung
Person:
Schack, Adolf Friedrich von Schackgalerie <München>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-241908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-244286
Natur versenkte, wie er die empfangenen Eindrücke 
sticht allein treu wiederzugeben, sondern sie uns auch 
an das Herz zu legen wußte. 
Eine ähnliche Richtung verfolgte Karl Ratt: 
mann, der wohl unbestritten als der größte Land: 
schaftsmaler neuerer Zeit dasteht. Da dessen Bilder 
sehr begehrt werden, muß ich es als eine Gunst 
des Schicksals anerkennen,. daß meine Bemühungen, 
einige charakteristische Proben seines hohen Talentes 
zu erlangen, von Erfolg begleitet gewesen sind. Die: 
selben bekunden die seltene, beinahe einzige Gabe Ratt: 
manns, eine Landschaft in ihren großen Formen, 
den hervorstechenden Zügen ihrer Physiognomie 
plastisch aufzufassen, aber auch die andere glänzende 
Seite seines Genius, welcher ebenso, wie er die 
äußeren Gestaltungen der Natur prägnant hervor: 
zuheben verstand, auch deren Sinn und Geist, 
der sich uns in gehobenen Momenten kundgiebt, in 
lyrischer Vegeisterung auszudrücken wußte. Ein 
kleines Bild aus seiner früheren Periode: eine 
Ansicht des Kochelsees im bayerischen Ge: 
birge, zeigt seine Kunst noch nicht in ihrer vollen 
Entfaltung, trägt aber doch schon das Gepräge der 
Hand, welche später noch so viel Herrliches schaffen 
sollte. Wenn Autographensa1nmler schon ein Blatt 
mit den Schriftziigen eines bedeutenden Autors als 
ein kostbares Besißthum betrachten, wie viel theurer 
muß einem Knnstfreunde nicht das Erstlingswerk
        

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