Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meine Gemäldesammlung
Person:
Schack, Adolf Friedrich von Schackgalerie <München>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-241908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-243615
Aus 
Gallerie sind ganze Säle mit Gemälden der Volog: 
nesen angefiilIt, die vermuthlich enorme Summen 
gekostet haben; jetzt würde man sie allgesamu1t für 
das kleine Bild der Töchter Palmas hingeben. Jn 
Neapel, aber auch in Deutschland, sind die Wände 
mancher Schlösser mit Landschaften Von Hackert be: 
hängt, die man heute kaum anders betrachtet, als 
um ihre Mängel zu kritisiren, und die Erwägung 
daran zu knüpfen, wie die Ankänfer derselben ihr 
Geld besser als auf deren Erwerbung hätten ver: 
wenden können. Mit den Bildern Davids und 
seiner Schule, die zu Anfang unsres Jahrhunderts 
eifrig gesucht wurden, verhält es sich ebenso. Im 
Louvre und Luxembourg zu Paris kann man beson: 
ders lehrreiche Studien über die Unznverläßigkeit 
des Kunsturtheils einer Zeit anstellen. Hier werden 
die Geu1älde aufgehängt, welche die Regierung als 
die hervorragendsten, von der zeitgenössischen Malerei 
producirten, angekauft hat, damit sie den folgenden 
Perioden in leuchtenden Beispielen Zeugnis; von 
der Kunsthöhe der vorhergehenden gäben. Nun aber 
erscheinen der nächsten schon fast immer die gepriese: 
neu Meisterstücke der früheren als geringfügige Werke; 
man kann sich den Beifall, mit dein sie aufgenom: 
u1en worden, nicht erklären, und nur sehr Weniges 
rettet sich aus diesem allgemeinen Schiffbruche in 
die Unsterblichkeit hinüber. Als Beispiel solcher 
Hinfälligkeit des Ruhmes führe ich nur Gerards
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.