Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meine Gemäldesammlung
Person:
Schack, Adolf Friedrich von Schackgalerie <München>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-241908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-243386
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Petrarca die lyrifchen Gedichte, durch die er un: 
sterblich geworden ist, für unbedeutend und un: 
Werth seinen Ruhm zu begründen und setzte Alles 
daran, ein großer Epiker, wie Virgil, zu werden. 
Sebastian del Piombo, dessen schon im Jünglings: 
alter gemaltes Altarbild in Sau Giovanni Criso: 
fto1no zu Venedig so herrlich ist, daß es dem größten 
Maler Ehre machen würde, war nicht zufrieden, 
auf so glücklich eingeschlagener Bahn fortzuwandeln, 
auf welcher er kaum hinter Tizian zurückgeblieben 
wäre. Er konnte sich stolz rühmen, eines der wuu: 
dervollften Frauenporträts der Welt geschaffen zu 
haben, denn es ist je8t ausgemacht, daß die For: 
uarina der Tribune s ein Werk ist; aber auch dieser 
Ruhm genügte ihm nicht. Er wollte, die Natur 
feines Talentes verkennend, gigantische Werke, in 
der Weise des Michel Angeln, schaffen und sank so, 
wie achtbar auch noch feine Arbeiten in dieser neuen 
Manier fein mögen, doch unter sich selbst herab. 
Ganz ähnlich war es mit Feuerbach. Aber wenn 
er in den Jrrthum der Genannten verfiel, so kann 
man zu feiner Entschuldigung anführen, seine bis; 
herigen Leistungen seien in Deutschland völliger 
Theilnahmlosigkeit begegnet. Er mochte glauben, 
durch Einschlagen einer neuen Richtung, durch 
große, ftaunenerregende Compofitionen die Aufmerk: 
famkeit und den Beifall erzwingen zu können, die 
ihm bisher entgangen waren. So ist dass Publi:
        

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